Ausstellungen
Vorschau

Behind the Walls of the Museum
Missing Connections, Reimagined Collections
7. November 2026 bis 28. Februar 2027
Wie verändert sich die Bedeutung der Dinge, wenn sie im Museum ausgestellt werden? Nur etwa fünf Prozent der Sammlung sind für Besucher*innen zu sehen – doch was geschieht mit dem Rest, und wer entscheidet darüber? Die ethnologische Ausstellung wirft einen Blick hinter die Kulissen des Museums und verfolgt die Wege von Objekten und Ideen, während sie entstehen, ausgetauscht, gelagert und vom Depot in die Vitrine überführt werden.
Stoff, Status und Stil
Spätantike Textilien der Universität Tübingen
10. Dezember 2026 bis 10. März 2027
Schloss Hohentübingen beherbergt eine Sammlung von 40 spätantiken Textilien und Textilfragmenten aus Gräbern in Ägypten (3.–9. Jh. n. Chr.): Fragmente von Kleidungsstücken, in denen die Verstorbenen bestattet wurden, sowie Wohntextilien wie Decken oder Behänge, die als Grabbeigaben oder zum Einwickeln der Leichname dienten. Ihre außergewöhnlich gute Erhaltung weckte im 19. Jahrhundert ein reges Sammlerinteresse. Viele Textilien wurden in kleinere Fragmente zerschnitten, bevor sie in private Sammlungen und schließlich in Museen und Universitätssammlungen gelangten – so auch nach Tübingen.
Aktuell
Was bleibt
Evamarie Sanders Leben, Familie und Wissenschaft
24. Juli bis 15. November 2026
Was bleibt von einem Leben, wenn es über Dinge erzählt wird? Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus dem Nachlass von Evamarie Sander (1928–2023), erste Professorin der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen.
Dirty Science
Höhlensedimente als Archive der Vergangenheit
17. April bis 29. November 2026
Im „Dreck“ der Höhlen steckt Geschichte: Mikroskopisch kleine Spuren, Pollen und alte DNA in den Sedimenten verraten, wer die Höhlen der Schwäbischen Alb nutzte und wie sich Umwelt und Klima veränderten.
Die Farben des Kosmos
Die wiedergewonnene Pracht des Tempels von Esna
30. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027
Die Ausstellung präsentiert erstmals in Tübingen die Ergebnisse der Restauration des Tempels von Esna. In mehrjähriger Arbeit wurden bisher unbekannte Texte und Bilder zur Götterwelt, zu Ritualen und zu den astronomischen Vorstellungen im Alten Ägypten freigelegt.
Die Tränen der Bäume
Harze, Gummen und ihre Geschichten
8. März 2026 bis 28. Februar 2027
Die Ausstellung zeigt und erklärt die Vielfalt der Harze, Gummen und Milchsäfte, ihre Herkunft und wo sie heute im Alltag zu finden sind. Ein Duft-Memory lässt die Aromen der Harze und ihre Verwendung in Parfüms erlebbar werden.
Entgrenzte Anatomie
17. April 2023 bis 31. Dezember 2027 (verlängert)
Diese interdisziplinäre Ausstellung thematisiert die Geschichte der Medizin an der Universität Tübingen während der NS-Zeit. Sie wurde von Studierenden der Geschichtswissenschaft und der Medizin in Kooperation mit dem MUT erarbeitet.
Online

Nackte Körper auf römischen Münzen
Online-Ausstellung – Extern
Antike Münzen sind klein, doch ihre Bildwelt ist erstaunlich vielschichtig. Neben Kaisern, Göttern und Heroen zeigen sie auch nackte Figuren. Diese Nacktheit ist Teil einer genau geregelten Bildsprache und nicht zwingend erotisch gemeint. Die Ausstellung des Sonderforschungsbereichs 1391 „Andere Ästhetik“ der Universität Tübingen untersucht die Bedeutung und Qualität dieser Darstellungen. Sie entstand aus einer Lehrveranstaltung am Institut für Klassische Archäologie im Wintersemester 2025/2026 unter der Leitung von Stefan Krmnicek. Zur Ausstellung erscheint der gleichnamige Ausstellungskatalog als open-access-Publikation.

Te Pou o Hinematioro – Celebrating Māori Heritage, Culture and Connection
Online-Ausstellung
Am 29. März wurde Hinematioros Poupou feierlich an die Community Te Aitanga-a-Hauti übergeben. In einem Kooperationsprojekt haben Studierende der Abteilung Ethnologie und der Masterprofillinie „Museum & Sammlungen“ (MuSa) des Museums der Universität Tübingen MUT die Sonderausstellung in einer vertiefenden Online-Version bewahrt, mit dem Bildmaterial aus der Ausstellung und den detaillierten Einblicken in die Traditionen der Māori-Community Te-Aitanga-a-Hauiti.
Who the f*ck is Eberhard Karl?
Online-Ausstellung
Diese Ausstellung widmet sich der aktuellen Debatte um den Namen der Universität Tübingen. Entstanden im Rahmen eines Praxisseminars der Universität in Kooperation mit dem Museum der Universität Tübingen MUT und dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften, beleuchtet sie historische Hintergründe und gegenwärtige Perspektiven.
Im Mittelpunkt stehen die Namensgeber der Universität – Graf Eberhard im Bart und Herzog Carl Eugen von Württemberg – sowie die Frage, wie ihre Biografien und ihr Erbe heute bewertet werden. Ergänzt wird die Ausstellung durch Interviews mit Expertinnen und Experten sowie Stimmen aus der öffentlichen Diskussion, darunter Boris Palmer und Professorin Dr. Sigrid Hirbodian.
Die Ausstellung lädt dazu ein, sich ein eigenes Bild von Geschichte, Erinnerungskultur und Identität der Universität Tübingen zu machen.
Dauerausstellungen
Alte Kulturen
Weltweit einzigartige Schätze wie die frühesten Kunstwerke und Musikinstrumente hütet das MUT auf Schloss Hohentübingen.
Schlosslabor Tübingen
Die neue, interaktive Ausstellung befindet sich direkt am weltweit ältesten Arbeitsplatz der Biochemie – in der ehemaligen Schlossküche.
WeltKulturen
Die Ausstellung der Ethnologischen Sammlung ermöglicht eine faszinierende Reise durch Gebiete der Südsee und des Amazonastieflandes.
Weinfass im Schloss
In den Wintermonaten kann das „Große Fass“ im Tübinger Schlosskeller von Besucherinnen und Besuchern besichtigt werden. Im Jahr 1549 erbaut, gilt es als das älteste erhaltene Riesenweinfass der Welt.

Musikinstrumentensammlung
Die Ausstellung „Klangkörper“ zeigt die Entwicklung im Blasinstrumentenbau vom Ausgang des achtzehnten bis zum frühen zwanzigsten Jahrhundert.
Bohnenberger-Observatorium
Seit 1752 waren Astronomen auf dem Schloss Hohentübingen tätig. Die um 1814 errichtete Sternwarte liegt am kartographischen Mittelpunkt des späteren Königreichs Württemberg und beherbergt den „Reichenbach'schen Wiederholungskreis“.
Evolution
Hier finden Sie Plateosaurier-Skelette, die Gerippe von Höhlenbären und die weltweit bedeutendste Sammlung der gedrungenen Therapsiden-Saurier von der Südhalbkugel.
Mathematische Modellsammlung
Die Dauerausstellung bietet Einblicke in die Welt der Mathematik. Sie richtet sich sowohl an Fachwissenschaftler als auch an Menschen ohne mathematische Fachkenntnisse.
Psychologische Sammlung
Die Dauerausstellung der Psychologischen Sammlung zeigt Instrumente, Apparate und Anschauungsobjekte aus den letzten 100 Jahren in Verbindung mit Alltagsfragen psychologischer Wunderdinge.
PflanzenVielfalt
Auf einer Fläche von zehn Hektar finden sich fast 10 000 Pflanzenarten aus aller Welt, deren natürliche Lebensbedingungen im Freiland und in den Gewächshäusern nachempfunden werden.
Zoologische Sammlung
Die Schausammlung in der Sigwartstraße präsentiert sämtliche Wirbeltiere und Insektengruppen Mitteleuropas sowie exotische Tiere aus Afrika, Asien, Australien und Amerika.
Graphische Sammlung
Seit 1897 dient die Graphische Sammlung am Kunsthistorischen Institut als Lehr- und Kunstsammlung der praxisorientierten Ausbildung von Studierenden und steht auch der kunstinteressierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Mineralogische Sammlung
Die Mineralogische Sammlung präsentiert wichtige Mineralien, Erze sowie Edelsteine aus aller Welt und erläutert deren Bedeutung für das Verständnis des Systems Erde und für unser Leben.

Zahnmedizinische Sammlung
Die Dauerausstellung Dental|Things präsentiert über 400 Objekte aus der Zahnmedizinischen Lehrsammlung: Zahllose Highlights und Kuriosa eröffnen faszinierende Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der Zahnmedizin.
Aufgrund von Bauarbeiten ist die Sammlung vorerst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Online-Ausstellungen
Weitere Informationen zu den Online-Ausstellungen finden Sie hier.
Archiv
Im Archiv können Sie die Ausstellungen der letzten Jahre einsehen.




















