2 x Weltkulturerbe im Schloss: Pfahlbausiedlungen und Eizeitkunst

Sechs Höhlen der Schwäbischen Alb und von dort stammende Eiszeitkunst-Funde wurden zum 2017 zum Weltkulturerbe erklärt: Das zuständige Komitee entschied am 9. Juli 2017 in Krakau, die Fundstellen Vogelherd, Bockstein, Hohlenstein-Stadel, Sirgenstein, Geißenklösterle und Hohle Fels sowie die dort gefundene älteste figürliche Kunst des Menschen in die Welterbeliste aufzunehmen.

In den Höhlen im Ach- und Lonetal haben Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Tübingen seit Anfang des 20. Jahrhunderts die ältesten Belege für figürliche Kunst, Musik und Glaubensvorstellungen des Menschen geborgen und erforscht. Die Tierfiguren, Flöten und Schmuckstücke aus Mammut-Elfenbein und Knochen oder Figurinen wie die Venus vom Hohle Fels wurden während der letzten Eiszeit vor rund 40 000 Jahren hergestellt.

Sie gelten als einmalige Zeugnisse der Menschheitsgeschichte.

Im MUT Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen sind immer von Mittwoch bis Sonntag mehr Originalfundstücke aus den Eiszeithöhlen zu sehen, als in allen anderen vier Museen zusammen; darunter zahlreiche Tierfiguren aus Mammutelfenbein aus der Vogelherd-Höhle und das neu entdeckte Fragment einer Flöte aus Gänsegeierknochen.

Neben der Eiszeitkunst beherbergt das Museum Alte Kulturen | Schloss Hohentübingen auch zahlreiche Funde der jungsteinzeitlichen und spätbronzezeitlichen Feuchtbodensiedlungen am Federsee. Seit 2011 sind die als „Pfahlbausiedlungen“ weltberühmt gewordenen Fundstätten Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Zusammen mit den Sammlungen der eisenzeitlichen Siedlungen der Kelten, wie die Funde von der Heuneburg an der oberen Donau und Heidengraben bei Grabenstetten auf der Schwäbischen Alb werden sie in der Abteilung der Abteilung der Jüngeren Urgeschichte präsentiert.

Somit birgt die Universität Tübingen als einzige Universität weltweit Anteile an zwei verschiedenen Weltkulturerbeeinträgen.






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Führung

Highlight-Führung

Die Highlight-Führung präsentiert die Glanzstücke des Museums.

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Steinzeitwerkstatt

Die „Steinzeitwerkstatt“ von Marek Thomanek bietet tolle Aktivitäten für Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsenengruppen.

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Auf der EISZEIT-Suche nach dem Schlossgespenst

Kleine Höhlenforscher helfen dem Gespenst Kuno bei der Spurensuche durch die Menschheitsgeschichte.

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Nachts bei den Eiszeitfiguren

Was passiert im Museum, wenn das Licht ausgeht? Werden die Eiszeitfiguren lebendig oder ist die Musik der Vogelknochenflöte zu hören?

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Reise in die Eiszeit

Bei einem Rundgang durch unsere urgeschichtliche Abteilung begegnen Ihnen die ältesten figürlichen Kunstwerke der Welt und viele andere faszinierende Funde aus der Eiszeit.

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Besuchen Sie das Museum Alte Kulturen

Erleben Sie 16 originale Eiszeitfiguren, Schmuck und Werkzeuge aus der Zeit der ersten Künstler und Musiker der Menschheit.


Öffnungszeiten

Mi bis So, 10 bis 17 Uhr
Do, 10 bis 19 Uhr

An Feiertagen ist das Museum in der Regel wie an Sonntagen geöffnet.

Eintritt

Erwachsene Euro 5,-
Kinder, Schüler, Studierende, Rentner, Schwerbehinderte Euro 3,-
Familienkarte Euro 12,-
Tübinger Studierende frei

 

Kontakt

Telefon: 07071-29-77384

E-Mail: museumuni-tuebingen.de

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Adresse

Museum Alte Kulturen
Burgsteige 11
72070 Tübingen