Dr. Fabienne Huguenin

Fabienne Huguenin wurde im Jahr 2011 mit einer Untersuchung über abseitige Ästhetiken der Vormoderne im Fach Kunstgeschichte in Tübingen promoviert: „Hässlichkeit im Portrait. Eine Paradoxie der Renaissancemalerei“ lautete der Titel ihrer Dissertation. Am Deutschen Museum in München war sie in den vergangenen Jahren an verschiedenen Digitalisierungsprojekten beteiligt, zuletzt als Teamleiterin im Projekt „Deutsches Museum Digital“ zur wissenschaftlichen Erschließung der Bestände von Objektsammlung, Archiv und Bibliothek. Zudem war sie am dortigen Forschungsinstitut für die Drittmittelakquise im Bereich Provenienzforschung zuständig. Ihr zweites Buch, ein Bestandskatalog zur Porträtgemäldesammlung des Deutschen Museums in München, wurde mit dem Publikationspreis des Museums ausgezeichnet.

Seit August 2020 ist Dr. Huguenin Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum der Universität Tübingen MUT. Ihre Schwerpunkte umfassen Sammlungs- und Provenienzforschung sowie Drittmittelakquise.

 

 

2020–
2023

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum der Universität Tübingen MUT, Schwerpunkt Sammlungs- und Provenienzforschung, Drittmittelakquise

Leiterin des Projekts Prekäre Provenienz – Menschliche Überreste aus dem kolonialen Erbe Afrikas vor 1919 in wissenschaftlichen Sammlungen Baden-Württembergs (seit 09/2021); Sprecherin der AG Thesauri im Netzwerk Koloniale Kontexte (seit 02/2021); Schriftführerin des Vereins Freunde des MUT e.V. (seit 09/2020)

2017–2020 

Teamleiterin im Projekt Deutsches Museum Digital

2016–2017

Leiterin des Projekts Porträts zwischen Wissenschaft und Technik. Die Porträtgemäldesammlung des Deutschen Museums

2012–2015

Projektkoordinatorin des Digitalisierungsprojekts DigiPortA am Archiv des Deutschen Museums

2011

Promotion (Dr. phil., Kunstgeschichte) an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Thema der Dissertation: Hässlichkeit im Portrait – Eine Paradoxie der Renaissancemalerei

2010–2012

Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut in Tübingen bei Prof. Christiane Nüsslein-Volhard

2009–2012 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin des kooperativen Digitalisierungsprojekts
Portraitsammlungen der Universität Tübingen

2007–2009

Promotionsstipendium des Landes Baden-Württemberg (GraFöG)

2006

Studienabschluss Magistra Artium an der Eberhard Karls Universität Tübingen

2004–2011

Mitarbeiterin bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württembergs, Zisterzienserkloster und Schloss Bebenhausen

2002

Studienabschluss der Licence an der Université de Bourgogne

2001–2002

DAAD-Jahresstipendium: Studium in Dijon/Frankreich



Publikationen


Vorträge

  • Universität Tübingen, Studium Generale Reihe „Schwaben und die Welt. Globalgeschichte(n) einer Region" (Leitung: Christina Brauner, Tjark Wegner), 1. Februar 2023: Podiumsdiskussion zusammen mit Ines de Castro (Linden-Museum), Bernd Grewe (Universität Tübingen), Yasmin Nasrudin (Black History BW), Georg Wendt (Stadtarchiv Aalen), Katharina Dehner (Fugger und Welser Erlebnismuseum Augsburg): „Koloniales Erbe in der Region heute".
  • Museum/KZ-Gedenkstätte Bisingen, 15. November 2022: „Der lange Schatten der Kolonialzeit – Wie wir heute mit kolonialen Sammlungsgegenständen umgehen (sollten)".
  • Freiburg im Breisgau, Tagung der Vereinigung der Afrikawissenschaften in Deutschland e.V. (VAD), 9. Juni 2022: mit Annika Vosseler: „Precarious provenance – human remains from Africa's colonial past before 1919 in scientific collections of Baden-Württemberg“.
  • Universität Oldenburg, 3. Februar 2022: „MUT zur Herkunft – Provenienzforschung am Museum der Universität Tübingen MUT", (Digitale) Ringvorlesung "Verdachtsmomente – Provenienzforschung an (Universitäts-)Sammlungen".
  • Justus-Maximilians-Universität Würzburg, 22. Januar 2022: „MUT zur Digitalisierung – Digitale Sammlungsforschung am Museum der Universität Tübingen MUT", (Online-)Ringvorlesung im Studiengang „Sammlungen – Provenienzen – Kulturelles Erbe 6.0".
  • Forum Collecting Central Europe (CCE), University Collections Workshop with Urszula Bończuk-Dawidziuk, Fabienne Huguenin and Sofia Talas (online), 23. November 2021: „The Museum of the University of Tübingen MUT“.
  • Universität Göttingen, Romanistentag 2021, 4. Oktober 2021: „Frauen der Macht. Ästhetische Paradoxien in Herrscherinnenporträts des 15. bis 17. Jahrhunderts“.
  • Universität Bonn, XVII. Internationaler Kongress der Gesellschaft für Musikforschung, 28. September 2021: mit Dr. Rebecca Wolf: „Helden aus Alu – Kunst-, Musik- und Technikgeschichte im Diskurs“.
  • Tübinger Science Day 2021, Schloss Hohentübingen, Rittersaal, 2. Juli 2021: mit Prof. Dr. Ernst Seidl: „MUT zur Recherche. Das Museum der Universität Tübingen und sein Umgang mit prekären Provenienzen“.
  • Universität Gießen, Online-Seminar: ‚Sensible Objekte‘ – Provenienzforschung in wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und Archiven (Leitung: Dr. Alissa Theiß, Prof. Cornelia Weber), 21. Mai 2021: „Provenienz- und Sammlungsforschung am Museum der Universität Tübingen MUT“.
  • Universität Tübingen, Online-Workshop „Wissenschaft und Universität zwischen kolonialer Vergangenheit, postkolonialer Gegenwart und dekolonialer Zukunft", Teil III: 'Belastete' Sammlungen, Provenienzforschung und Restitutionsfragen, Lab 2: Human Remains, 19. Mai 2021: „Provenienzforschung am MUT – Ausgangspunkte, Aufgaben und Ziele“.
  • AK Graphik vernetzt, virtuelles Frühjahrstreffen, 6. Mai 2021: „Von der digitalen Sichtbarkeit zu neuen Forschungsfragen. Ein Blick von außen“.
  • Stadtbibliothek Am Gasteig, München, Kulturhackathon Coding da Vinci Süd 2019, 6. April 2019: „Wir arbeiten mit Köpfchen!“
  • Universität Göttingen, XXXV. Kunsthistorikertag 2019, Sektion: Provenienz der Dinge. Zur Rezeption von Objektbiografien, 30. März 2019: mit Dr. Kathrin Kleibl: „Objekte unter der Lupe. Provenienzrecherche in wissenschaftlichen Sammlungen“.
  • Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven/Kunsthistorisches Institut der Universität Basel, Workshop „Ship Ahoy for Maritime Art“, 11.–13. Oktober 2017: „Schätze heben – Porträtgemälde in Technikmuseen“.
  • Deutsches Museum, München, 10. Januar 2017: „Von Angesicht zu Angesicht – Berufsporträts in den Blick genommen“. Vortrag mit Quellen aus dem Archiv.
  • Herder-Institut, Marburg, Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Bildarchive der Landesmedienzentren und der öffentlichen Hand, 21. April 2016: „Vernetzung von Bildbeständen in Archiven der Leibniz-Gemeinschaft: Das Projekt ‚DigiPortA‘.
  • Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik, Berlin, Herbsttagung der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbunds, 13. Oktober 2015: „Normierte Erschließung im Digitalisierungsprojekt DigiPortA“.
  • Museum für Naturkunde, Berlin, Arbeitstagung „Gemeinsames Erschließen von Wissen in Museumssammlungen am Beispiel von Wikis“, 22. April 2015: „DigiPortA, Digitalisierung und Erschließung von Porträtbeständen in Archiven“.
  • Deutsches Museum, München, Kerschensteiner Kolleg, Spring School „Vom Einzelblatt zur Sammlung. Porträts vom 18. bis 20. Jahrhundert“, 26. März 2015: „Die Porträtsammlung am Deutschen Museum“.
  • Deutsches Museum, München, Workshop „Vom Archiv in die digitale Welt. Porträtbestände online“, 25. März 2015: „Das Bild des Ingenieurs. Ikonografie und Attribute“.
  • Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Workshop „Bild und Text“, 13. März 2015: „Para- und Peritexte berufsspezifischer Porträts in Druckgrafik und Fotografie“.
  • Universität Tübingen, Evaluierungstagung „Sichtbare Sammlungen“ des Projekts MAM | MUT (Museologische Aufarbeitung der Museumsbestände am Museum der Universität Tübingen MUT), 25. Juli 2014: „Kontrollierte und normierte Vokabularien im Gemeinschaftsprojekt DigiPortA“.
  • Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Workshop „Die Botschaft des Porträts. Potenziale des Gemeinschaftsprojekts DigiPortA“, 8. April 2014: „Porträts von Wissenschaftlern und Ingenieuren. Die Datenbank DigiPortA und ihre Potenziale für die Forschung“.
  • New York, The 60th Annual Meeting of the Renaissance Society of America, New York, 27.–29.  März 2014: „The Meaning of Ugliness in Renaissance Portrait Drawings“.
  • Deutsches Museum, München, 28. Januar 2014: „Die Datenbank DigiPortA und ihre Potenziale für die Forschung“. Arbeitskreis „Forschung im Museum“.