Am Montag, den 2. November 2026, widmeten sich Dr. Stephan Blum und Hannah Gerstlauer (beide Universität Tübingen) im Rahmen der Studium-Generale-Vortragsreihe „Kulturelles Erbe im Wandel: Provenienz, Restitution und gesellschaftliche Verantwortung“ der wechselvollen Geschichte des sogenannten „Schatzes des Priamos“.
Nach einer Einführung durch Stephan Blum in die Geschichte der Troia-Grabungen und die Person Heinrich Schliemanns übernahm Hannah Gerstlauer den Hauptteil des Vortrags.
Im Mittelpunkt standen Schliemanns Schmuggel des Schatzes aus dem Osmanischen Reich und die daraus entstandenen Auseinandersetzungen sowie seine Verbringung in die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg. Gerstlauer beleuchtete die jahrzehntelange Ungewissheit über den Verbleib des Schatzes und die Vermutungen über seine Aufbewahrung in einem Moskauer Geheimdepot. Abschließend fasste sie die bis heute konfliktbehaftete Restitutionsdebatte zusammen. Der Vortrag verdeutlichte, wie eng archäologische Funde mit politischen Besitzansprüchen und Fragen historischer Verantwortung verbunden sind.
Ausblick: Am Montag, den 9. November 2026, wird die Vortragsreihe mit einem Beitrag von Dr. Annika Vosseler (Museum der Universität Tübingen MUT) zum Thema „Alles öffentlich? Koloniale Sammlungsdaten zwischen Transparenz, Schutz und Teilhabe“ fortgesetzt. Beginn ist um 18 Uhr c. t. Bitte beachten Sie den Raumwechsel: Der Vortrag findet in Hörsaal 21 statt!
Der Vortrag wird auch online auf Zoom übertragen: https://zoom.us/j/95977375594?pwd=EU3V0mmBCvMBHxaHo7vLzxTkxxuaYJ.1



