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Schatz des Monats April 2026

aus der Dauerausstellung des Museums der Universität Tübingen MUT

Beim Schatz des Monats April 2026 handelt es sich um einen Kratzer (Werkzeug) aus einer Grabung der Älteren Urgeschichte der Universität Tübingen.

Das Aurignacien ist der erste mit dem anatomisch modernen Menschen in Europa in Verbindung gebrachte Techno-komplex, der in Süddeutschland auf einen Zeitraum von etwa 42.000 bis 35.000 Jahren vor heute datiert wird. Diese Epoche stellt einen entscheidenden Moment in der Vorgeschichtes der Menschheit dar, da sie mit der Ausbreitung des modernen Menschen über den Kontinent und der Entstehung neuer technologischer und symbolischer Verhaltensweisen zusammenfällt. Aurignacien-Fundkomplexe zeichnen sich durch charakteristische Steinwerkzeuge aus, darunter Klingen und Kratzer, sowie durch Werkzeuge aus knöchernen Materialien, persönlichen Schmuck und einige der frühesten bekannten figurativen Kunstwerke. Zusammen spiegeln diese Fundstücke eine Zeit kultureller Innovation und Anpassung wider, in der sich Gruppen unserer Spezies in neuen Lebensräumen im Europa der Eiszeit etablierten.

Eine der wichtigsten Fundstätten für das Verständnis des Aurignacien ist die Vogelherdhöhle. Sie befindet sich im Lone-Tal im Südwesten Deutschlands. Die Stätte wurde 1931 von Gustav Riek ausgegraben. Sie ist berühmt für ihre zahlreichen Aurignacien-Artefakte, darunter einige der weltweit ältesten bekannten figurativen Figuren, die aus Mammutelfenbein geschnitzt wurden. In jüngerer Zeit haben erneute Ausgrabungen unter der Leitung von Nicholas J. Conard unser Verständnis der Fundstätte erweitert, indem weitere Artefakte geborgen und der archäologische Kontext der früheren Funde präzisiert wurde. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen kulturellen Bedeutung ist die Fundstätte nun Teil des UNESCO-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. 

Bei dem hier vorgestellten Artefakt handelt es sich um einen Kratzer, der bei Conards jüngsten Ausgrabungen am Vogelherd gefunden wurde und nicht aus Rieks früheren Arbeiten stammt. Kratzer gehören zu den häufigsten Werkzeugtypen, die in Steinwerkzeuginventar des Aurignaciens vorkommen. Sie werden typischerweise aus Klingen oder Abschlägen gefertigt und weisen an einem Ende eine steil retuschierte Arbeitskante auf. Solche Werkzeuge werden allgemein als Geräte verstanden, die in erster Linie zum Schaben eingesetzt wurden, insbesondere bei der Bearbeitung von Tierhäuten. Aufgrund seiner technotypologischen Merkmale und des Vergleichs mit ähnlichen Stücken lässt sich das Artefakt dem Aurignacien zuordnen, was mit dem Gesamtfundkomplex übereinstimmt, in dem mehr als 90% der Artefakte aus dem Aushub dem Aurignacien zugeordnet werden.

Das Vorhandensein sowohl von Spuren der Lederbearbeitung als auch von Hinweisen auf eine Schäftung, sprich eines Griffs, liefert wertvolle Einblicke in die Verwendung dieses Werkzeugs innerhalb des übergeordneten technologischen Systems der aurignacien-zeitlichen Gemeinschaften. Die Lederverarbeitung war für prähistorische Gruppen eine entscheidende Tätigkeit, da Tierhäute für Kleidung, Behausungsabdeckungen und andere praktische Zwecke unerlässlich waren, insbesondere unter den schwierigen klimatischen Bedingungen des Jungpaläolithikums.

Artefakte wie dieser Kratzer bieten mehr als nur eine einfache typologische Klassifizierung; sie gewähren einen Einblick in die alltäglichen Aktivitäten und Anpassungsstrategien der frühen modernen Menschen. Durch die Untersuchung mikroskopischer Gebrauchsspuren und technologischer Merkmale wie der Befestigung können Archäologen Aspekte der Werkzeugfunktion, -herstellung und -pflege rekonstruieren. Auf diese Weise tragen einzelne Artefakte dazu bei, umfassendere Verhaltensmuster zu beleuchten, von Subsistenzpraktiken bis hin zur technologischen Organisation.

Letztendlich erinnern uns Fundstücke wie dieses daran, dass selbst kleine Steinwerkzeuge eine wesentliche Rolle im Leben der Aurignacien-Bevölkerungen spielten. Durch sorgfältige Analyse ermöglichen sie uns einen Einblick in die praktischen Fertigkeiten, das technologische Wissen und die täglichen Aufgaben, die das menschliche Leben in Europa vor etwa vierzigtausend Jahren prägten.

Medien
Zentral ein Foto von Vor- und Rückansicht eines einfachen, keilförmigen Steinwerkzeugs vor weißem Hintergrund. Oben und unten Schwarz-Weiß-Fotografien mit Details der porösen Oberflächenstruktur

Dorsal- und Venralansicht des Kratzers. (a) Polierte Stelle am distalen Rand; (b) polierte Stelle am proximalen Ran

Weitere Informationen
Kategorie: News
Datum: 02.04.2026
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