Am 23. Oktober 2026 feierte das Museum der Universität Tübingen MUT sein 20-jähriges Bestehen. Unter dem Motto „Vergangenheit erschließen. Zukunft gestalten“ brachte der Jubiläumstag die wissenschaftlichen Sammlungen der Universität und ihre Bedeutung für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit in den Mittelpunkt.
Das Festsymposion wurde durch Grußworte von Prorektorin Professorin Dr. Karin Amos und Professor Dr. Volker Wissemann, Vorsitzender der Gesellschaft für Universitätssammlungen (GfU), eröffnet. Im Anschluss beleuchteten drei Vorträge unterschiedliche Perspektiven auf universitäre Sammlungen und ihre Rolle in der Gegenwart.
Professorin Dr. Silke Ackermann, Direktorin des Museums für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Oxford, sprach über Möglichkeiten, universitäre Sammlungen für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Professor Dr. Philippe Cordez, stellvertretender Leiter der Abteilung für Museumsstudien und Forschungsförderung am Louvre in Paris, widmete sich kunsthistorischen Perspektiven auf wissenschaftliche Objekte. Professor Dr. Thomas Thiemeyer vom Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen untersuchte die politische Dimension von Depots und stellte die Frage, welche gesellschaftlichen und institutionellen Entscheidungen sich im Sammeln, Aufbewahren und Zugänglichmachen von Objekten widerspiegeln.
Neben dem Symposion boten die Open Collections Gelegenheit, ausgewählte universitäre Sammlungen kennenzulernen. Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in Bestände und Arbeitsbereiche, die im universitären Alltag häufig nicht öffentlich zugänglich sind.
Ein weiterer Programmpunkt war die Eröffnung des Sammlungszentrums Wilhelmstraße im Untergeschoss der Mensa Wilhelmstraße. Nach mehrjähriger Planung stehen dort nun Räumlichkeiten für die Arbeit mit den wissenschaftlichen Sammlungen zur Verfügung. Dazu gehören Depots für die Aufbewahrung der Bestände, Werkstätten für deren Bearbeitung und Pflege, Büros sowie ein technisch ausgestatteter Seminarraum. Das Zentrum schafft damit neue Voraussetzungen für die Erschließung, Erforschung und Vermittlung der Sammlungen. Auch die Schaufenster im Foyer der Mensa geben Einblicke in ausgewählte Objekte.
Darüber hinaus wurde der neue Uni-Shop gegenüber der Neuen Aula eröffnet. Damit erweitert die Universität ihr Angebot für Besucherinnen und Besucher um einen weiteren Anlaufpunkt im Zentrum des Campus.
Unser Dank gilt allen Vortragenden, Beteiligten, Partnern und Gästen, die das Programm gestaltet und den Jubiläumstag begleitet haben!
Fotos: MUT | V. Marquardt












