In regelmäßigen Abständen stellen das Universitätsarchiv und die Universitätsbibliothek Tübingen Highlights und interessante Objekte aus ihren Sammlungen vor. Beim Objekt der Monate Juni und Juli 2026 macht die Universitätsbibliothek NS-Raubgut und die Grundlagen der Provenienzforschung in den Blick.
Nicht nur Archive und Museen, sondern auch Bibliotheken zählten zu den Institutionen, die von Enteignungen und Beschlagnahmungen profitierten. Beschlagnahmte oder geraubte Bücher wurden staatlich organisiert an Bibliotheken in Deutschland verteilt. Die NS-Raubgutforschung beschäftigt sich mit der Identifizierung von Kulturgut, das im Zuge der nationalsozialistischen Herrschaft unrechtmäßig erworben wurde, sowie dem Finden einer „gerechten und fairen Lösung“.
Im Juni und Juli berichtet die Universitätsbibliothek von persönlichen Schicksalen, die sich hinter den Bücherlieferungen an die UB Tübingen verbergen. Besonders hervorzuheben sind hier der Jurist Max Fleischmann und der HNO-Arzt Cäsar Hirsch. Zur Aufarbeitung der Vorgänge in der Bibliothek sind die Akten des Universitätsarchivs Tübingen eine zentrale und wertvolle Quelle.
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