In regelmäßigen Abständen stellen das Universitätsarchiv und die Universitätsbibliothek Tübingen Highlights und interessante Objekte aus ihren Sammlungen vor. Beim Objekt des Monats April 2026 handelt es sich um das „Studenten-Lexicon“ von Christian Wilhelm Kindleben.
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde die sogenannte „Studentensprache“ wissenschaftlich untersucht. Forschende erkannten früh, dass die Sprache der akademischen Jugend erheblich zur Entwicklung des neuhochdeutschen Wortschatzes beiträgt. Neue Wörter und Bedeutungen entstanden häufig in studentischen Kontexten und fanden von dort ihren Weg in die Standardsprache. Das „Studenten-Lexicon“ von Christian Wilhelm Kindleben aus dem Jahr 1781 wurde allen angehenden Musensöhnen, den jungen Studierenden, gewidmet. Das Buch sollte ihnen helfen, die akademische Sprache zu verstehen, damit sie sich im Studium zurechtfinden. Kindleben sammelte dazu Ausdrücke von Universitäten in ganz Deutschland, beschrieb ihre Bedeutung und warnte zugleich: Lernen ist Pflicht, Feiern (damals noch Jubeln) allein reicht nicht.
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