Alle drei Monate präsentiert die Forschungsstelle für islamische Numismatik Tübingen (FINT) ein besonderes Stück aus ihrer Sammlung.
In den vergangenen Wochen ließen gleich drei Nachrichten in Sachen Kronjuwelen aufhorchen, was Anlass gibt, einmal nach berühmten und politisch relevanten Edelsteinen der islamischen Geschichte zu fragen. Immerhin haben einige Juwelen europäischer Monarchien eine orientalische Provenienz, doch ist zumindest kein solches Stück aus der Zeit vor dem 15. Jh. erhalten. Von den prominenten Schmucksteinen, die gelegentlich in arabischen Chroniken und anderen Texten Erwähnung finden, kam einigen wohl tatsächlich eine besondere Bedeutung zu, die sich aus der Weitergabe der Kleinodien über Generationen von Herrschern ergab. Wie es zu so einem Besitzerwechsel auch zwischen Dynastien kommen konnte, lässt sich im Kontext der neuen Münze der Saison nachvollziehen, einem Dirham des 11. Jahrhunderts aus Ostanatolien. Der kurdische Emir, welcher für die Prägung verantwortlich war und darauf mit allerlei Ehrennamen genannt ist, gehört zur Dynastie der Marwaniden und musste sich in den über 50 Jahren seiner glanzvollen Herrschaft mit diversen Nachbarmächten auseinandersetzen, wobei ein großer roter Edelstein (der sog. „Rubin-Berg“) eine wichtige Rolle spielt ...
Den ausführlichen Beitrag zur „Münze der Saison“ finden Sie auf der entsprechenden Webseite der FINT.
Die FINT wird gefördert von der Pelling-Zarnitz-Stiftung.


