Am Montag, dem 19. Oktober 2026, startete die interdisziplinäre Studium-Generale-Vortragsreihe „Kulturelles Erbe im Wandel: Provenienz, Restitution und gesellschaftliche Verantwortung“ an der Universität Tübingen.
Nach einer Einführung durch Dr. Annika Vosseler (Museum der Universität Tübingen MUT) und Dr. Stephan Blum (Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Universität Tübingen) eröffnete Dr. Gwinyai Machona (Humboldt-Universität zu Berlin) die Reihe mit seinem Vortrag „Provenienz, Restitution und (Un-)Recht im Kontext von kolonialem Kulturgüterraub“.
Aus juristischer Perspektive beleuchtete Machona den kolonialen Kulturgüterraub, die Rolle kolonialer Akteure sowie Fragen der Restitution von Kulturgütern aus kolonialen Kontexten. Dabei standen insbesondere die rechtliche Einordnung kolonialer Aneignungspraktiken, historische Rechtsvorstellungen sowie unterschiedliche Argumentationslinien im Zusammenhang mit Restitutionsforderungen im Fokus. Der Vortrag warf darüber hinaus die grundlegende Frage auf, welche Rolle das Recht bei der Aufarbeitung kolonialen Unrechts spielt und wie ein gerechter Umgang mit Kulturgütern aus kolonialen Kontexten heute gestaltet werden kann.
Ausblick: Am Montag, den 26. Oktober 2026, wird die Vortragsreihe mit einem Beitrag von Dr. Margret Frenz (St Cross College Oxford) zum Thema „Nehmen und Geben: Varianten von Restitution in Europa“ fortgesetzt.
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