Neuseeland war einer der letzten Zipfel der Welt, der von Europäern ‚entdeckt‘ und von den Briten kolonialisiert wurden. Māori, die seit Jahrhunderten in Neuseeland lebten, hatten jedoch mit ihrer Unabhängigkeitserklärung (1835) und dem Vertrag von Waitangi (1840) eine bessere Ausgangsposition als indigene Völker in anderen Ländern.
In ihrem Vortrag „Von Tübingen nach Neuseeland: Aotearoa und Māorikultur einst und heute aus Sicht einer Auswanderin“ wird Tanja Schubert-McArthur näher auf die Geschichte Neuseelands eingehen, und die Entwicklungen im Bereich der Museumspraxis, Bildung, Kultur und Politik der letzten Jahrzehnte kommentieren. Als Auswanderin und Mutter zweier Kinder beobachtet sie die Veränderungen im öffentlichen Dienst, in der Schule und im Alltag, und versucht als ‚Kulturvermittlerin‘ zu einem besser informierten Aotearoa Neuseeland beizutragen. Gerade Museumausstellungen und Führungen können eine ‚contact zone‘ darstellen, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft – z.B. Māori und Pākehā (Neuseeländer europäischer Herkunft) und Einwanderer miteinander in Kontakt kommen und voreinander lernen. Erleben sie einen Vortrag der sie ins Land der großen weißen Wolke entführt, aber mit manchem touristischen Klischee aufräumt. Warum machten Mitglieder der Māori-Partei einen Haka im Parliament? Und warum war die Reaktion nicht so begeistert wie beim Rugby Team All Blacks?
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