Am Donnerstag, dem 10. Dezember 2026, um 18 Uhr, eröffnet in der Schlosskirche auf Schloss Hohentübingen die Ausstellung „Stoff, Status und Stil: Spätantike Textilien der Universität Tübingen“.
Das Schloss Hohentübingen beherbergt einen lange ungehobenen Schatz: eine Sammlung von 40 spätantiken Textilien und Textilfragmenten aus Gräbern in Ägypten, die zwischen dem 3. und 9. Jahrhundert n. Chr. entstanden sind. Es handelt sich um Fragmente von Kleidungsstücken, in denen die Verstorbenen bestattet wurden, sowie um Wohntextilien wie Decken oder Behänge, die als Grabbeigaben oder zum Einwickeln der Leichname dienten. Ihre außergewöhnlich gute Erhaltung weckte im 19. Jahrhundert ein reges Sammlerinteresse und führte dazu, dass viele Textilien in kleinere Fragmente zerschnitten wurden, bevor sie in private Sammlungen und schließlich in Museen und Universitätssammlungen – und so auch nach Tübingen – gelangten.
Anlässlich des 550-jährigen Jubiläums der Eberhard Karls Universität Tübingen präsentiert die Ausstellung die Textilien erstmals als zusammenhängenden Bestand und lädt dazu ein, sie als unmittelbare Zeugnisse der materiellen Kultur einer Zeit am Übergang von der griechisch-römischen Antike zur islamischen und byzantinischen Zeit zu entdecken.
Die Ausstellung wird bis zum 10. März 2027 im Kabinettraum des MUT | Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen zu besichtigen sein.


