Krankheit als Kunst(Form) | 10100

Edgar Bierende, Peter Moos, Ernst Seidl (Hg.); Tübingen 2016, 350 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen; ISBN 978-3-9817947-0-0

Faszination und Ekel, Trauer und Hoffnung, Lehre und Forschung: Krankheit spielt auf vielerlei Weise in der Kunst eine Rolle. Doch selten fließt beides so eng zusammen wie bei Moulagen.
Moulagen sind Wachsabgüsse von Körperteilen, auf denen sich Krankheitssymptome zeigen. Der Mouleur formte sie unmittelbar von der Haut des Patienten ab.
Die Ausstellung zeigt erstmals ausgewählte Stücke aus den Sammlungen der Tübinger Universitäts-Hautklinik (UHK) und des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission (DIFÄM). Zwei unterschiedliche Sammlungen aus dem Tübingen des frühen 20. Jahrhunderts.
Das Zusammenspiel von Handwerk, Wissenschaft und Kunst in den ehemaligen Lehrmitteln steht im Zentrum der Ausstellung: Mouleure als Künstler, Moulagen als Kunstwerke, ihre Fertigung, Ursprünge und Verwendung.