Schlosslabor Tübingen | 100015

Beck, Thomas, Tübingen 2015, 90 Seiten, Kleine Monographien des MUT, Bd. 3, Reihenherausgeber: Ernst Seidl und Frank Duerr.

In der einstigen Küche des Tübinger Schlosses richtete die Universität im Jahr 1818 ein chemisches Labor ein, das bald zu einer der weltweit ersten Forschungsstätten der Biochemie wurde. Herausragende Forschungen gelangen in der Ära von Felix Hoppe-Seyler, der 1861 als Professor berufen wurde. Er untersuchte den roten Blutfarbstoff und gab ihm den Namen „Hämoglobin“. Sein Schüler Friedrich Miescher machte 1869 im Schlosslabor die bahnbrechende Entdeckung eines Stoffes, den er „Nuklein“ nannte – heute als die Nukleinsäuren DNA und RNA bekannt, die Träger der Erbinformation. Diese kleine Monografie zeichnet die Geschichte der Tübinger Biochemie nach und stellt die wichtigsten Exponate des Museumsraums „Schlosslabor Tübingen“ in ihren historischen Kontext.