Sammlung für Ethik und Geschichte der Medizin

Diese verstörende Sammlung, die Hans Fleischhacker 1943 für seine Habilitation heranzog, besteht zu einem Großteil aus mehr als 600 Hand-, Fuß- und Fingerabdrücken überwiegend jüdischer Insassen des Ghettos Litzmannstadt (nahe Łódź, Polen). Der Rassenbiologe Fleischhacker wollte anhand dieser Bestände vermeintliche morphologische Unterschiede zwischen den Handflächen von Juden und Nichtjuden belegen. Es ist die einzige Sammlung ihrer Art und ermöglicht uns heute Einblicke in ein erschreckendes Kapitel der Wissenschaft in der Zeit des Nationalsozialismus.

Höhepunkte der Sammlung

Stereoscopic Atlas of Neuroanatomy. Die in ein Stereoskop eingesetzten Einzelkarten ermöglichten dem Betrachter, räumlich-plastische Eindrücke des menschlichen Gehirns zu gewinnen
Stereoskop der Firma Keystone View Company von 1947. Das aus Holz und Glaslinsen gefertigte Stereoskop erlaubt es, zweidimensionale Abbildungen als dreidimensionale Objekte wahrzunehmen
Trepanationsbesteck von 1841. Die im Koffer enthaltenen Bohrer verwendeten Ärzte zum Öffnen von Schädeln

 

 

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Kontakt

PD Dr. Henning Tümmers

Tel: 07071 2975216  
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Eintritt

frei

Adresse

Sammlung Ethik und Geschichte der Medizin | Bereich Geschichte der Medizin
Goethestraße 6
72076 Tübingen