Osteologische Sammlung

Der Objektbestand dient in erster Linie als Forschungssammlung, wird jedoch auch für die Lehre genutzt. Er umfasst neben einer umfangreichen Sammlung menschlicher Fossilabgüsse auch die Skelettreste von rund 10 000 Individuen vom Paläolithikum bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, vorwiegend aus Baden-Württemberg. Zu den seltenen Stücken gehören Funde wie zum Beispiel das steinzeitliche Schädelnest aus dem Hohlenstein-Stadel, der Ausguss einer Pestleiche aus der Zeit zwischen 1275 und 1550 aus der Kirche St. Dionysius in Esslingen und eine Sammlung ägyptischer Mumien. Eine kleine Ausstellung von Exponaten aus Bereichen der Anatomie und krankheitsbedingter Veränderungen an Knochen dient der Ausbildung von Studierenden. Aktuell werden die Bestände der Sammlung mit Hilfe von 3D- Scannern und CT-Scans digitalisiert sowie auf ihre Provenienz erforscht.

Zur Sammlung im E-Museum

Highlights of the Collection

Gipsausguss der Hohlform einer spätmittelalterlichen Pestleiche aus St. Dionysius in Esslingen, 1960-63
Fragment eines vormenschlichen Oberkiefers mit Zähnen, Australopithecus afarensis aus Garusi (Tansania; 3,6 Millionen Jahre alt)
Mittelsteinzeitliche (ca. 7700 v. Chr.) Schädelbestattung aus der Höhle Hohlenstein-Stadel, wahrscheinlich Familie (Mann, Frau, hydrozephalisches Kind)

 

 

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Dr. Hannes Rathmann

Tel: 07071-2976514
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Frei

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Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie | AG Paläoanthropologie
Rümelinstraße 23
72070 Tübingen