Vogelbarkenbrosche nach Motiven der Urnenfelderzeit | 80025

Material: Kupfer versilbert bzw. vergoldet. Vorbild: Darstellungen sogenannter Vogel-Sonnen-Barken auf bronzezeitlichen Metallgefäßen, Rasiermessern und Felsbildern. Freie Umsetzung zu einer Brosche mit einer Nadelkonstruktion ähnlich den zeitgleichen Fibeln. Datierung: Jüngere Bronzezeit (Urnenfelderzeit), ca. 1200-800 v. Chr.

Archäologischer und historischer Hintergrund:

Nadeln und Fibeln dienten seit der Bronzezeit zum Zusammenheften der Kleidung und zugleich als Schmuck.

Darstellungen von Wasservögeln sind in der Spätbronzezeit weit verbreitet. In Verbindung mit einem Kreis oder einer Scheibe tauchen sie auf Bronzegefäßen von Südosteuropa bis nach Skandinavien auf. Dieses sogenannte Vogelbarkenmotiv ist anscheinend in Südungarn entstanden und wird als religiöses Motiv der Urnenfelderkultur angesehen. Wahrscheinlich zeigt es mythische Wasservögel, die die Sonnenscheibe über den Himmel ziehen.