Ohrring vergoldet | 80020

Material: Kupfer vergoldet, Ohrhaken Messing vergoldet (ohne Nickelfreisetzung gemäß EN1811).

Vorbild: Bronzener Anhänger, sogenannte Brillenspirale, aus Hügelgräbern Süddeutschlands.

Datierung: Mittlere Bronzezeit (Hügelgräberbronzezeit), 1500-1300 v. Chr.

Nadeln und Fibeln dienten seit der Bronzezeit zum Zusammenheften der Kleidung und zugleich als Schmuck. Während der Bronzezeit bestehen sie Kupferlegierungen (meist Zinnbronze), gelegentlich auch aus Gold. In der Eisenzeit wurde darüber hinaus Eisen und Silber benutzt. In römischer Zeit wurde auch Messing (Kupfer und Zink) verarbeitet.

Historischer und archäologischer Hintergrund

 

Schmuckstücke mit zu Spiralscheiben aufgerolltem Draht entstammen einer bronzezeitlicher Tradition, in der Spiralmuster und Scheibendarstellungen (teilweise als Sonnensymbol interpretierbar) sehr beliebt waren.

In Süddeutschland waren sogenannte Brillenspiralen in vielen Varianten vor allem in der mittleren Bronzezeit beliebt, kommen aber vereinzelt schon früher und auch in späteren Epochen immer wieder vor. Grabfunde lassen erkennen, dass sie als Verzierung an einer Art Gürtel befestigt waren. Es gibt aber auch Funde, die eine Verwendung als Halsschmuck oder als Bestandteil aufwändiger Schmuckgehänge belegen. Das vorliegende Stück ist mit einem modernen Ohrhaken versehen als Ohranhänger gestaltet.