Brillenspiralenanhänger | 80019

Material: Kupfer

Vorbild: Bronzener Anhänger, sogenannte Brillenspirale, aus Hügelgräbern Süddeutschlands.

Datierung: Mittlere Bronzezeit (Hügelgräberbronzezeit), 1500-1300 v. Chr.

Nadel und Fibeln dienten seit der Bronzezeit zum Zusammenheften der Kleidung und zugleich als Schmuck. Während der Bronzezeit bestehen sie aus Kupferlegierungen (meist Zinnbronze), gelegentlich auch aus Gold. In der Eisenzeit wurde darüber hinaus Eisen und Silber benutzt. In römischer Zeit wurde auch Messing (Kupfer und Zink) verarbeitet.

Historischer und archäologischer Hintergrund

Schmuckstücke mit zu Spiralscheiben aufgerolltem Draht sind eine bronzezeitliche Tradition, in der Spiralmuster und Scheibendarstellungen (teilweise als Sonnensymbol interpretierbar) sehr beliebt waren.

In Süddeutschland waren sog. Brillenspiralen in vielen Varianten vor allem in der mittleren Bronzezeit beliebt, kommen aber vereinzelt schon am Ende der Jungsteinzeit (3. Jahrtausend v. Chr.) und bis in die frühe Eisenzeit (800-450 v. Chr.) immer wieder vor. Grabfunde lassen erkennen, dass sie als Verzierung an einer Art Gürtel befestigt waren. Es gibt aber auch Funde, die eine Verwendung als Hals- oder Kopfschmuck oder als Bestandteil aufwändiger Schmuckgehänge belegen.