Spiralkopfnadel versilbert | 80017

Material: Kupfer versilbert, leicht verkleinert.

Vorbild: Bronzene Spiralscheibenkopfnadel aus einem Frauengrab von Tauberbischofsheim-Dittigheim, Grab 490. Länge 9,1 cm.

Datierung: Frühe Eisenzeit (Hallstattzeit), ca. 800-45- v. Chr.

 

Nadeln und Fibeln dienten seit der Bronzezeit zum Zusammenheften der Kleidung und zugleich als Schmuck. Während der Bronzezeit bestehen sie aus Kupferlegierungen (meist Zinnbronze), gelegentlich auch aus Gold. In der Eisenzeit wurde darüber hinaus Eisen und Silber benutzt. In römischer Zeit wurde auch Messing (Kupfer und Zink) verarbeitet.

Historischer und archäologischer Hintergrund

Fibeln mit zu Spiralscheiben aufgerolltem Draht entstammen einer bronzezeitlichen Tradition, in der Spiralmuster und Scheibendarstellungen (teilweise als Sonnensymbol interpretierbar) sehr beliebt waren.

Diese Spiralkopfnadeln waren in der nachfolgenden frühen Eisenzeit vor allem in Nordostbayern und Oberösterreich in Gebrauch. Der Fund aus einem Frauengrab von Dittigheim ist das westlichste Vorkommen.

Die Nadeln dienten vermutlich zum Zusammenheften eines Kleidungsstücks und waren meist aus Bronze, seltener aus Eisen gefertigt.

Literatur: H. Baitinger, Die Hallstattzeit im Nordosten Baden-Württembergs. Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg 46 (Stuttgart 1999) S. 29 f. und 275 f.