Drahtbügelfibel Grünwald | 80013

Material: Kupfer vergoldet.

Vorbilder: Bronzene Drahtbügelfibeln vom Typ „Grünwald“ aus einem Urnenfriedhof von Grünwald bei München.

Datierung: Ältere Urnenfelderzeit (Bronzezeit, Zeitstufe Hallstatt A), 1200-1000 v. Chr.

Nadeln und Fibeln dienten seit der Bronzezeit zum Zusammenheften der Kleidung und zugleich als Schmuck. Während der Bronzezeit bestehen sie aus Kupferlegierungen (meist Zinnbronze), gelegentlich auch aus Gold. In der Eisenzeit wurde darüber hinaus Eisen und Silber benutzt. In römischer Zeit wurde auch Messing (Kupfer und Zink) verarbeitet.

Historischer und archäologischer Hintergrund

Fibeln mit zu Spiralscheiben aufgerolltem Draht entstammen einer bronzezeitlichen Tradition, in der Spiralmuster und Scheibendarstellungen (teilweise als Sonnensymbol interpretierbar) sehr beliebt waren.

Die Fibeln vom Typ „Grünwald“ wurden bisher nur in Frauengräbern gefunden, vermutlich hielten sie als Einzelfibel auf der Brust ein Obergewand zusammen. Im Gegensatz zu ähnlichen Formen im Rhein-Main-Neckar-Raum (Typ „Burladingen“) ist diese Variante mit dem aus Achterschleifen gebildeten Mittelbügel eine Regionalform der engeren Münchner Umgebung.