Drahtbügelfibel Burladingen Messing | 80011

Material: Messing.

Vorbilder: Bronzene Drahtbügelfibeln vom Typ „Burladingen“ aus einem Brandgrab von Burladingen „Schlichte“ (Lkr. BL) und einem Doppelgrab von Wollmesheim (Rheinland-Pfalz)

Datierung: Ältere Urnenfelderzeit (Bronzezeit, ca. 1200-1000 v. Chr.

Nadeln und Fibeln dienten in der Bronzezeit zum Zusammenheften der Kleidung und zugleich als Schmuck, sie bestehen aus Kupferlegierungen (meist Zinnbronze), gelegentlich auch aus Gold.

Archäologischer und historischer Hintergrund:

Fibeln mit zu Spiralscheiben aufgerolltem Draht entstammen einer bronzezeitlichen Tradition, in der Spiralmuster und Scheibendarstellungen (teilweise als Sonnensymbol interpretierbar) sehr beliebt waren.

Die Fibeln vom Typ "Burladingen" mit dem gewundenen Mittelbügel wurden sowohl von Frauen als auch von Männern getragen, vermutlich hielten sie als Einzelfibel auf der Brust ein Obergewand zusammen. Die meisten Funde stammen aus dem Rhein-Main-Neckarmündungsgebiet. Das 1899 ausgegrabene Brandgrab von Burladingen gehört zu vereinzelten südöstlicheren Fundorten.

Literatur: P. Betzler, Die Fibeln in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz I. Prähistorische Bronzefunde XIV, 3 (München 1974) S. 31-37.