Fibel mit Fuß | 80004

Material: Kupfer versilbert, etwa Originalgröße

Vorbild: Fibeln mit umgeschlagenem Fuß der ostgermanischen Przeworsk-Kultur (etwa Originalgröße)

Datierung: Jüngere römische Kaiserzeit in Germanien, 2.-4. Jh. n. Chr.

Nadeln und Fibeln dienten seit der Bronzezeit zum Zusammenheften der Kleidung und zugleich als Schmuck. Während der Bronzezeit bestehen sie Kupferlegierungen (meist Zinnbronze), gelegentlich auch aus Gold. In der Eisenzeit wurde darüber hinaus Eisen und Silber benutzt. In römischer Zeit wurde auch Messing (Kupfer und Zink) verarbeitet.

Historischer und archäologischer Hintergrund

Die Fibel mit umgeschlagenen Fuß gehört zu den schlichteren Varianten der vielgestaltigen Fibelformen, die während der Römischen Kaiserzeit vor allem bei den germanischen Stämmen in Südrussland, Ostmittel- und Nordeuropa getragen wurden. Dieser Fibeltyp wurde im südrussischen Raum um 200 n. Chr. Ausgebildet. Sehr häufig sind solche Fibeln in der ostgermanischen Przeworsk-Kultur zu finden, durch die sie auch nach Mitteleuropa vermittelt wurden.

Fibeln mit umgeschlagenen Fuß sind meist aus Eisen oder Bronze hergestellt. Auch einige silberne oder goldene Exemplare sind bekannt. Aber überwiegend scheint diese Form von weniger wohlhabenden Bevölkerungsschichten getragen worden zu sein.