Fibel Mittellatene versilbert | 80001

Material: Kupfer versilbert, verkleinert.

Vorbild: Drahtfibeln vom Mittellatèneschema aus der keltischen Latènekultur Mitteleuropas.

Datierung: Mittlere Latènezeit, ca. 2. Jh. v. Chr.

Nadeln und Fibeln dienten seit der Bronzezeit zum Zusammenheften der Kleidung und zugleich als Schmuck. Während der Bronzezeit bestehen sie Kupferlegierungen (meist Zinnbronze), gelegentlich auch aus Gold. In der Eisenzeit wurde darüber hinaus Eisen und Silber benutzt. In römischer Zeit wurde auch Messing (Kupfer und Zink) verarbeitet.

Historischer und archäologischer Hintergrund

Schon im 6. Jh. v. Chr. (Hallstattzeit) wurden Fibeln mit einer Doppelspirale versehen, die der Nadel mehr Spannung verleiht. Das Konstruktionsprinzip wurde in der fogenden Latènezeit weiterentwickelt, indem der sogenannte „Fuß” (eigentlich das obere Ende der Fibel) zurückgebogen und am Bügel befestigt wurde. Dieses Mittellatèneschema ist in der ganzen keltischen Welt verbreitet und wurde auch von einigen Nachbarkulturen übernommen.

Die Fibeln der Mittellatènezeit können mit bis zu 20 cm Länge sehr groß werden und sind nun oft aus Eisen hergestellt. Das deutet darauf hin, dass sie deutlich grobere Stoffe als zuvor, wohl in Form von Umhangmänteln, zusammenhalten müssen.