Antike Rollenbilder. Wertvorstellungen in Münzbildern | 10080

Krmnicek, Stefan (Hg.), Bonn 2018, 169 Seiten; ISBN 978-3-7749-4182-3

›Rollenbilder‹ und ›Wertvorstellungen‹ sind Schlüsselbegriffe im zeitgenössischen Diskurs zu aktuellen gesellschaftlichen Themen, wie Chancengleichheit und Gleichstellung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie allgemeinem sozialen Zusammenhalt. Für unsere eigene Gegenwart nehmen wir dabei in Anspruch zu wissen, wie Normen, Mentalitätsmuster und Rollenverständnisse wirken und funktionieren. Doch können wir uns dessen so sicher sein? An diesem Punkt setzt die Ausstellung ›Antike Rollenbilder. Wertvorstellungen in Münzbildern‹ an und führt uns eine Welt vor Augen, deren gesellschaftliche Werte, Moralvorstellungen, Rollenzuschreibungen und tradierte Geschlechterrollen sich von unseren Auffassungen zuweilen deutlich unterscheiden. Dabei handelt es sich nicht um eine gänzlich fremde Kultur, sondern um die griechisch-römische Antike — die vermeintlich vertrauten Wurzeln unserer eigenen westlichen Zivilisation. Deren überraschende Andersartigkeit in Kernbereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens hilft den Blick für das Ausmaß zu schärfen, in dem unser eigenes Verhalten von sozialen und kulturellen Normen bestimmt und zugleich im Wandel begriffen ist. ­