Der Tod des C. Caesar | 10012

Wolters, Reinhard (Hg.), Der Tod des Gaius Caesar. Familientradition und Politik zwischen Republik und Prinzipat, Begleitheft zu einer Sonderausstellung 2004, Softcover, 48 Seiten.

Als am 21. Februar des Jahres 4 n. Chr. der leibliche Enkel und adoptierte Sohn des römischen Imperators Augustus, Gaius Caesar, im lykischen Limyra einer im Kampf erlittenen Verwundung erlag, fanden die beinahe anderthalb Jahrzehnte langen Bemühungen des Augustus, seine überragende Stellung im römischen Staat innerhalb der Familie weiterzugeben, ein jähes Ende. Der Übergang der Herrschaft auf den deutlich weniger beliebten Tiberius 14 n. Chr. war in der Perspektive der Zeitgenossen nur eine Ersatzlösung, belastet überdies durch die zuvor erlittene Zurücksetzung durch Augustus. 

Aus Anlaß des 2000sten Todestages von Gaius Caesar erinnert die Ausstellung an jene Jahre, in denen der Prinz der römischen Öffentlichkeit als künftiger Erbe und Nachfolger des Augustus vorgestellt wurde. Anhand der Münzen, die als unverfälschte Zeugnisse aus der Zeit selbst erhalten sind, beleuchtet sie die Rolle des Familiendenkens und der Familientradition in der römischen Politik – als wesentliche soziale Voraussetzung für den Übergang von der 500jährigen Rpublik zum wirkungsmächtigen römischen Kaisertrum.