Das Schloßlabor in der Küche von Hohentübingen, Wiege der Biochemie | 100064

Bohley, Peter, Tübingen 2009, 56 Seiten, zahlreiche Abbildungen in Farbe und Schwarz-Weiß; ISBN 978-3-981 3050-1-2

Dieses Büchlein bietet Ihnen eine Reise zurück ins 19. Jahrhundert. Auf dem Schloss Hohentübingen entwickelte sich ein faszinierender neuer Forschungszweig. Nachdem sich schon im 18. Jahrhundert erste Konzepte für die Biochemie zeigten wird im Folgejahrhundert erstmals auch praktisch gearbeitet, es wurde erkannt, daß wir unser Leben auch den ständigen Bewegungen und Reaktionen der vielen Quadrillionen Moliküle verdanken, aus denen wir bestehen. 

Im Schlosslabor von Hohentübingen arbeitete und lehrte von 1818-1864 der erste deutsche Biochemiker, Georg Carl Ludwig Sigwart. Hier untersuchte Felix Immanuel Hoppe-Seyler den roten Blutfarbstoff (den er Hämoglobin genannt hatte), hier entdeckte Friedrich Miescher aus Basel 1869 das Nuklein, also Desoxyribonukleinsäure (DNA), in der die genetische Information stabil gespeichert ist. In diesem Heftchen wird auch beschrieben, wie ihm das gelingen konnte.