Virtual Reality-Projekt wird finanziert

Das eScience-Center und das MUT starten VR-Projekt

Seit einigen Monaten werden exemplarisch in den Sammlungen der Universität Tübingen mit bildgebenden Verfahren und 3D-Scanning Objekte und Räume digital erfasst. Die so generierten 3D-Modelle werden zurzeit im Rahmen der "Ursprünge"-Ausstellung erstmals in einer Auswahl der Öffentlichkeit in einem Web-Interface präsentiert und ermöglichen so einen orts- und zeitunabhängigen Zugriff auf die Stücke. Zwar können die Geometrie und die Oberflächenbeschaffenheit  der Originale sehr präzise aufgenommen und visualisiert werden, die Maßstäblichkeit und die Wirkung des Objektes im Raum lassen sich auf diese Weise jedoch nicht transportieren. 

Umsetzbar wird dies mit den Möglichkeiten der Virtual Reality. Die Objekte können in einer virtuellen Umgebung platziert werden und mittels einer VR-Brille entsteht für den Nutzer eine maßstabsgerechte und fotorealistische Darstellung von Objekt und Raum. Dies hat keineswegs zum Ziel das Original zu ersetzen, sondern kann dieses in anderen Kontexten und anderen Lichtverhältnissen darstellen und bietet dem Besucher so eine gänzlich neue Herangehensweise an das Objekt, das im musealen Kontext immer wieder mit dem Original in Bezug gesetzt werden kann.  Zugleich erlaubt es auch die Kombination und den Vergleich von Objekten, die sich nicht am gleichen Ort befinden. Nicht zuletzt können auf diese Weise unzugängliche Objekte der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die beantragte Infrastruktur wird es MUT und eScience-Center erlauben, exemplarisch museale Objekte in virtuelle Realitäten einzubinden und Szenarien derartiger Installationen in den Museumsbetrieb zu evaluieren. Zugleich wird es den Studierenden der Masterprofile Museologie und Digital Humanities die Möglichkeit eröffnen, sich auf der Schnittstelle zwischen diesen beiden Bereichen eine Expertise zu bilden.

Die technische Infrastruktur wurde nun durch die Universität Tübingen genehmigt. Die ersten 3D-Modelle werden sehr bald auf der Website des MUT vorgestellt werden.

Das erste Web-Interface aus der "Ursprünge"-Ausstellung ermöglicht bereits einen Einblick in das Vorhaben und den Zugriff auf die ersten 3D-Modelle von Objekten aus den universitären Sammlungen [LINK].

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Datum: 31.07.2017