3D-Museum online

eScience & MUT stellen neue Plattform vor

3D-Museum mit Modellen aus den Tübinger Universitätssammlungen ist online

 

Das eScience-Center und das Museum der Universität Tübingen MUT präsentieren seit 19. Januar 2018 ein 3D-Museum. Die dreidimensionalen Modelle von Objekten verschiedener Sammlungsbestände sind für jeden Webseitenbesucher orts- und zeitunabhängig zugänglich. Zu Beginn waren über 25 Objekte digital so aufbereitet, dass dreh- und zoombaren Ansichten der Exponate zu einem besonderen Erlebnis für Besucher werden.

Mit bildgebenden Verfahren und 3D-Scanning wurden nicht nur Objekte, sondern auch Räume digital erfasst. Die ersten so generierten 3D-Modelle wurden bereits im Rahmen der "Ursprünge"-Ausstellung (2017) erstmals in einem Web-Interface gezeigt. Das Präparat eines Kiwis, das Modell einer präparierten Leiche oder die ägyptische Opferkammer im Museum Alte Kulturen sind in der virtuellen Ausstellung präsentiert. Die Modelle lassen sich kostenlos herunterladen und sogar in 3D ausdrucken.

Ein gesteigertes Erlebnis ist dank VR-Brille möglich: Alle Objekte lassen sich in der Virtual Reality maßstabsgerecht und fotorealistisch darstellen. „Diese Präsentationsform hat keineswegs das Ziel, das Original zu ersetzen, sondern zeigt dieses in anderen Kontexten und Lichtverhältnissen“, sagt Dr. Matthias Lang, Koordinator des eScience-Centers. „Dies bietet dem Besucher eine neue Herangehensweise an das Objekt, das im musealen Kontext immer wieder mit dem Original in Bezug gesetzt werden kann.“ Zugleich erlaube es auch die Kombination und den Vergleich von Objekten, die sich nicht am gleichen Ort befinden.

„Nun haben wir eine neue Möglichkeit, unzugängliche Objekte aus den Sammlungen des MUT zu zeigen“, sagt Frank Duerr, wissenschaftlicher Koordinator am MUT. „Auch Details und Kompositionen, wie beispielsweise die Zusammensetzung des Sargensembles der Taditjaina im Museum Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen, lassen sich im 3D-Museum wunderbar animieren.“

 „Die neuartige Infrastruktur des MUT und des eScience-Centers gibt uns die Möglichkeit, exemplarisch museale Objekte in virtuelle Realitäten einzubinden und Szenarien derartiger Installationen im Museumsbetrieb zu evaluieren“, sagt MUT-Direktor Professor Ernst Seidl. „Studierenden der Masterprofile ‚Museum + Sammlungen‘ und ‚Digital Humanities‘ eröffnet sich die Chance, auf der Schnittstelle zwischen diesen Bereichen eine Expertise zu erwerben.“

Projektkoordination:

Frank Duerr M.A.
Museum der Universität Tübingen MUT
Telefon +49 7071 29-74127
frank.duerruni-tuebingen.de

 

Dr. Matthias Lang
Universität Tübingen
eScience-Center
Telefon +49 7071 29-72837
matthias.languni-tuebingen.de

 

Mitarbeit:
Philippe Kluge, Peter Moos

Kooperationspartner:
Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Medien
Weitere Informationen
Datum: 17.01.2018