Punkt, Punkt, Komma, Strich – die Muster vom Vogelherd

 

Die eiszeitlichen Figuren vom Vogelherd, die mehrheitlich im Schlossmuseum Tübingen zu sehen sind, üben eine einzigartige Faszination aus. Diese Darstellungen, die Menschen vor rund 40.000 Jahren auf der Schwäbischen Alb geschaffen haben, sind nicht nur von hohem ästhetischem Wert. Sie bergen auch einen besonders wertvollen Zugang zur Lebens- und Gedankenwelt der damaligen Menschen.

Die Figuren sind nicht nur schön, sondern auch rätselhaft. Ein besonders mysteriöses Merkmal sind die zahlreichen Markierungen. Fast alle Figuren tragen eingeschnittene Linien, Kreuze und Punkte. Heute sind sie aufgrund ihres Erhaltungszustandes teilweise nur schwer erkennbar, doch waren sie vor 40.000 Jahren ein wichtiger Bestandteil der Darstellungen. Häufig waren die Vertiefungen mit rotem Ocker aufgefüllt, sodass die Schnitte auf dem hellen Elfenbein besonders stark ins Auge fielen.

In diesem Vortrag werden die Figuren vom Vogelherd anhand der Markierungen beleuchtet. Die verschiedenen Interpretationsansätze und die aktuellen Erkenntnisse werden vorgestellt, und die Kompositionen der Muster auf den Figuren gezeigt.

Kosten 3 Euro + Eintritt, Anmeldung nicht erforderlich

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Veranstaltung:

Themenvortrag

Ort: Museum Alte Kulturen
Veranstalter: Ewa Dutkiewicz M.A.
Beginn: 19.11.2017 11:00
Ende: 19.11.2017 12:00