Lippertsche Daktyliothek

18. Jahrhundert
Holz, Metall, Papier, Porzellanpaste
Institut der Klassischen Archäologie

Sammlungen

Die Universität Tübingen bewahrt in ihren 65 wissenschaftlichen Sammlungen einzigartige Schätze aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen. Auf dieser Seite finden Sie alle Sammlungen mit ihren öffnungszeiten und Ansprechpartnern alphabetisch aufgelistet.

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Broschüre »Sammlungen«


 
Das Museum der Universität MUT hat zudem eine Broschüre herausgegeben, in der die Sammlungen in Bild und Text vorgestellt werden. Sie können diese Broschüre kostenlos bestellen oder als PDF herunterladen:
 
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Broschüre »Führungen und Kurse«


 
Das Museum der Universität MUT hat eine Broschüre herausgegeben, in der alle Führungen und Kurse für Jung und Alt vorgestellt werden. Sie können diese Broschüre kostenlos bestellen oder als PDF herunterladen:
 
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Rückblick auf die Sammlungstagung "JUNG+NEU"

 

 

Illustration der Abgusssammlung

Die Sammlung von Gipsabgüssen, die das Institut für Klassische Archäologie seit Beginn des 19. Jahrhunderts aufbaute, zählt heute rund 350 Objekte. Die Abgüsse berühmter, zumeist lebensgrofler Statuen aus den unterschiedlichsten europäischen Museen, von Reliefs und Architekturfragmenten bieten einen faszinierenden Rundgang durch die antike Kunstgeschichte von den Anfängen bis in die römische Kaiserzeit. Zu den ältesten Gipsen der Sammlung gehört ein Abguss der 1506 in Rom gefundenen Laokoon-Gruppe, die heute im Vatikan steht.

Schloss Hohentübingen
Dr. des. Kathrin Barbara Zimmer
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Email: kathrin-barbara.zimmer@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972379, Fax: 07071-29 5778
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr, Do bis 19 Uhr
Internetauftritt

Illustration einer Sternuhr aus dem Sarg des Idi aus Assiut

Die Ägyptische Sammlung repräsentiert den Zeitraum von der ägyptischen Vorgeschichte um 5500 v. Chr. bis in die christliche Epoche im 7. Jahrhundert n. Chr. Sie umfasst Alltagsgegenstände und Artefakte des Jenseitsglaubens. Mit Keramik- und Steingefäflen, Bronzevotivgaben sowie Grabbeigaben repräsentiert die Sammlung ein eindrucksvolles Spektrum ägyptischer Denkmalkultur, die eine tiefgründige Einführung in das pharaonische Ägypten erlaubt. Zu den zugleich wissenschaftlichen und populären Höhepunkten zählen die Opferkammer des Seschemnofer aus Gizeh und der Sarg des Idi aus Assiut, dessen Deckel mit einer nur selten überlieferten Sternuhr dekoriert ist (Bild).

Schloss Hohentübingen
Dr. Susanne Beck
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Email: sus.beck@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2976061
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr, Do bis 19 Uhr
Internetauftritt

Illustration eines Keilschrifttexts

Die erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Sammlung von mesopotamischen Keilschrifttexten deckt den gesamten Bereich der altorientalischen Schriftentwicklung vom 3. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. ab. Über diesen langen Zeitraum hinweg lassen sich die allmählichen Veränderungen der Schriftzeichen verfolgen. Die Texte erlauben einen Einblick in unterschiedliche Gattungen des altorientalischen Schrifttums, so etwa Urkunden, Briefe, lexikalische Listen und Königsinschriften. Objekte der Kleinkunst, wie Originalsiegel und Repliken altorientalischer Plastiken und Reliefkunst, ergänzen die Abteilung.
Eine Medaille erinnert an Georg Friedrich Grotefend, einen der frühen Pioniere der Altorientalistik und ersten Teilentzifferer der Keilschrift.

Schloss Hohentübingen
Prof. Dr. Andreas Fuchs
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Email: andreas.fuchs@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2976758, Fax: 07071-295659
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr, Do bis 19 Uhr
Internetauftritt

Archaeobotanik

Die archäobotanische Sammlung des Instituts für Naturwissenschaftliche Archäologie wird seit den 1970er Jahren durch rezente Samen und Früchte aus Botanischen Gärten und intensiven Sammlungsaktivitäten in Europa und im Vorderen Orient aufgebaut. Rund 6.000 Pflanzenarten dienen vor allem Archäobotanikern zur Bestimmung von Pflanzenfunden aus archäologischen Ausgrabungen. Diese alten Objekte sind ebenfalls Teil der Sammlung. Dazu gehören Kultur- und Wildpflanzenfunde aus berühmten Orient-Grabungen, wie Troia und Qatna, aber auch die Holzkohlen aus altsteinzeitlichen Höhlen Südwestdeutschlands, welche allesamt Aufschluss über die Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung des damaligen Menschen geben.

Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie, Archäobotanik
Rümelinstr. 23, 72070 Tübingen
Dr. Simone Riehl
E-Mail: simone.riehl@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071 2978915
Öffnungszeiten nach Vereinbarung

Illustration eines Querschnitts durch den menschlichen Schädel

Die Sammlung dient in erster Linie der medizinischen und zahnmedizinischen Ausbildung. Sie enthält neben historischen Apparaten, wie etwa dem Mikroskop der Berliner Firma Bénèche & Wasserlein (1850), eine Reihe anatomischer und embryologischer Modelle und Präparate. Aus mikroskopischen Schnitten rekonstruierte Wachsmodelle sollen die Entwicklung der einzelnen Organe im Embryo veranschaulichen. Höhepunkte der Sammlung sind das Wachsmodell einer präparierten Leiche der berühmten Pariser Werkstatt Tramond (um 1888) sowie die historische Schädelsammlung nach Franz Joseph Gall (1758-1828). Die Sammlung befindet sich am Tübinger Österberg.

Anatomisches Institut
Dr. Bernhard Hirt
österbergstraße 3, 72074 Tübingen
Email: bernhard.hirt@klinikum.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2973015
Mo bis Fr, 9 bis 17 Uhr
Internetauftritt

Illustration einer Raumstation

Das Institut besitzt astronomische Instrumente aus drei Jahrhunderten. In der Sammlung befindet sich der erste im Jahr 1752 erworbene Quadrant aus Gusseisen, der benutzt wurde, um Sternpositionen zu bestimmen. Ebenso sind einhundert Jahre später erworbene Instrumente, etwa ein tragbares Passageinstrument oder ein parallaktisch montiertes Fernrohr, zu sehen, mit denen deutlich präzisere Messungen vorgenommen werden konnten.
Von den neueren wissenschaftlichen Aktivitäten zeugen Instrumente, die im Institut ab Mitte der 1960er Jahre gebaut wurden. Diese Instrumente wurden für weltraumgestützte Teleskope entwickelt, gebaut und eingesetzt. Damit kann Strahlung von kosmischen Objekten beobachtet werden, die vom Erdboden aus nicht zugänglich ist.

Astrophysikalisches Institut
Dr. Norbert Kappelmann
Sand 1, 72070 Tübingen
Email: kappelmann@astro.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2976129
Eröffnung geplant für 2013

Illustration der augenärtztlichen Sammlung

Die Augenklinik beherbergt 50 historische augenärztliche Untersuchungsgeräte. Die sehr seltenen Exponate stammen überwiegend aus der Zeit von 1890-1910. Sie befinden sich in einer Vitrine im Treppenhaus der Universitäts-Augenklinik.

Universitäts-Augenklinik
Prof. Dr. Jens Martin Rohrbach
Schleichstraße 12-16, 72076 Tübingen
Email: martin.rohrbach@med.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2984008
Mo bis Fr, 8–20 Uhr

alte Schriftzeichen

Die Sammlung des Biblisch-Archäologischen Instituts entstand seit 1960 mit der Institutsgründung. Sie umfasst etwa 430 Objekte, hauptsächlich antike Keramikgefäfle, daneben auch Münzen, Siegel und Modelle. Die Objekte reichen von der Frühbronzezeit (ab 3500 v. Chr.) bis in die Spätantike. In mehreren Vitrinen sind die Sammlungsobjekte thematisch aufgearbeitet. So werden etwa Einblicke in die Lebenswelt der Israeliten des 1. Jahrtausends v. Chr. gegeben und exemplarisch die Entwicklung der ÷llampen anschaulich gemacht. Eine Besonderheit stellt die modellhafte Nachbildung einer 5000 Jahre alten Bestattung in einem Schachtgrab vom Toten Meer dar.

Biblisch-Archäologisches Institut
Prof. Dr. Jens Kamlah, Henrike-Juliane Michelau
Liebermeisterstraße 14, 72076 Tübingen
Email: jens.kamlah@uni-tuebingen.de/ Henrike.Michelau@yahoo.de
Telefon: 07071-2972879
Mo bis Fr, 8:30–15:30 Uhr

Illustration einer Strelizie (Papageienblume)

Unter den Sammlungen der Universität nimmt der Botanische Garten eine Sonderstellung ein, setzt sich sein Bestand doch ausnahmslos aus lebenden Sammlungs-Objekten zusammen. Auf einer Fläche von 10 Hektar finden sich fast 10 000 Pflanzenarten aus aller Welt, deren natürliche Lebensbedingungen im Freiland und in den Gewächshäusern nachempfunden werden.

Botanischer Garten der Universität
Dr. Alexandra Kehl
Hartmeyerstraße 123, 72076 Tübingen
Email: alexandra.kehl@botgarten.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2976161, Fax: 07071-295876
Mo bis Fr 7.30 bis 16.45 (Gewächshäuser 8.00 bis 16.30)
Wochenende und Feiertage 8.00 bis 16.45 (Gewächshäuser 10.00 bis 16.30)
öffentliche Führungen zu verschiedensten Themen immer "Sonntags um Zwei" (an jedem zweiten Sonntag eines Monats um 14 Uhr); Gruppenführungen nach Vereinbarung
Internetauftritt

veraltetes Computermodell

Im Wilhelm-Schickard-Institut konzentriert sich die Computersammlung auf die Dokumentation zweier Revolutionen in der Computertechnik: 1957 gründen Kenneth Olsen und Harlean Anderson die Firma DEC (Digital Equipment Corporation) mit dem Ziel, kleine Computer herzustellen, die für Büro und Labor ohne eigenes Bedienpersonal und ohne Klimatisierung geeignet waren. 1960 brachten sie ihre PDP 1 auf den Markt (Programmed Data Processor) und revolutionierten damit die Vorstellung von Computern. Statt riesiger Maschinen mit Preisen im Millionen-Dollar-Bereich zogen nun die PDPs in die Universitäten, Labore und Fabrikhallen ein.
Das Wilhelm-Schickard-Institut zeigt drei interessante Maschinen aus der DEC-Fabrik. Bald darauf gab es Bedarf an Hobbycomputern: Apple, Tandy Radio Shack, Commodore und andere. Die Computersammlung zeigt einige Exponate aus der PC-Welt.

Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik
Prof. Dr. Herbert Klaeren
Sand 14, 72076 Tübingen
Email: klaeren@informatik.uni-tubingen.de
Telefon: 07071-2975457
Mo bis Fr 8.00 bis 20.00, sowie nach Vereinbarung
Internetauftritt

antike Vasen

Die gesamte Sammlung umfasst etwa 4000 Ethnographica, rund 2500 schwarz-weifle Diapositivplatten aus den Jahren 1890-1910 sowie eine Sammlung von rund 100 Aquarellen und Zeichnungen. Seit Mai 1998 ist diese Sammlung im Fünfeckturm am Tübinger Schloss mit einer Dauerausstellung vertreten, deren Gliederung die Geschichte sowie die regionalen Schwerpunkte der Sammlung - Südsee und Amazonas-Gebiet - widerspiegelt.
Nur eine relativ kleine Anzahl von etwa 100 Objekten wurde dabei aus der Sammlung in die Dauerausstellung übernommen, weil hier die Vermittlung der Objekte an ein breiteres Publikum durch thematisch eingegrenzte Kontexte im Vordergrund steht. Die Sammlung gehört heute zur Abteilung Ethnologie des 2008 gegründeten Asien-Orient-Instituts.

Schloss Hohentübingen
Dr. Volker Harms
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
email: volker.harms@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972402, Fax: 07071-294995
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr, Do bis 19 Uhr
Internetauftritt

Illsutration alter Fotos

Die Fotosammlung des Instituts für Klassische Archäologie wurde im 20. Jahrhundert aufgebaut. Sie umfasst Aufnahmen antiker Stätten sowie Grabungsfotos, historisch gewordene, da inzwischen veränderte Ergänzungen antiker Skulpturen sowie Bilder von Antiken in Ausstellungsräumen des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Die umfangreiche Sammlung von Schwarz-Weifl-Aufnahmen bietet eine wichtige Ergänzung für Rundgänge und Führungen im Museum sowie in der Lehre und Forschung, wobei zunehmend auch der ästhetische Eigenwert der Aufnahmen eine Rolle spielt.

Schloss Hohentübingen
Dr. des. Kathrin Barbara Zimmer
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Email: kathrin-barbara.zimmer@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972379, Fax: 07071-29 5778
Besichtigung nach Vereinbarung

alte Fotobücher

Das Fotoarchiv enthält - seit den 1920er Jahren - als gröfltes Konvolut das Archiv des Kunsthistorikers und Ordinarius Georg Weise (1888-1978). Inhaltlich ist es besonders mit dessen Forschungsinteressen zur spanischen und französischen Baukunst und Skulptur des Mittelalters verbunden, beinhaltet aber auch Fotos zur regionalen Kunstgeschichte Schwabens. Auflerdem sind alte Fotografien nach Handzeichnungen und Gemälden alter Meister aus dem ehemaligen Besitz des Königlichen Kupferstichkabinetts Stuttgart und aus einzelnen privaten Stiftungen enthalten.

Bonatzbau
Dr. Anette Michels
Wilhelmstraße 32, 72074 Tübingen, Postadresse: Bursagasse 1, 72070 Tübingen
Email: graphische.sammlung@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2977058/ -2382, Fax: 07071-295304
während des Semesters: Mi 11-12 und 14-17 Uhr, sowie nach Vereinbarung
Internetauftritt

Fundus Wissenschaftsgeschichte

Der Fundus Wissenschaftsgeschichte entstand vor allem
dank des Engagements des Tübinger Biologen Priv.-Doz. Dr. Alfons Renz und besteht aus etwa 300 technischen Geräten und wissenschaftlichen Instrumenten. Sie geben Zeugnis von der materiellen Kultur verschiedener naturwissenschaftlicher Disziplinen im Allgemeinen und dem Beitrag der Tübinger Forscher im Besonderen.
Die ältesten, oft von Tübinger Universitätsmechanikern gebau- ten, Apparate stammen aus dem 19. Jahrhundert. Weiter um- fasst die Sammlung Lehrmaterialien, mikroskopische Präparate und dazugehörige Dokumente.

Schulberg 2, Pfleghof, 72070 Tübingen
Prof. Dr. Ernst Seidl
E-Mail: info@museum.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2974134
Derzeit ist keine Besichtigung möglich

Illustration eines Gemäldes

Während mehrjähriger Aufenthalte in Rom und Paris trug der württembergische Diplomat Christoph Friedrich Karl von Kölle (1781-1848) über 50 Gemälde des 15. bis 19. Jahrhunderts zusammen. Nachdem König Wilhelm I. von Württemberg einen Ankauf abgelehnt hatte, vermachte der Sammler seine Gemälde im Jahre 1848 der Universität Tübingen. Es handelt sich um das einzige erhaltene Zeugnis privaten Sammlungswesens in Württemberg des 19. Jahrhunderts. Die Gemäldesammlung steht deshalb unter Landesdenkmalschutz. Ein Gemälde Lucas Cranachs d. Ä. ist als Leihgabe in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen.

Dr. Anette Michels
Wilhelmstraße 32, 72074 Tübingen, Postadresse: Bursagasse 1, 72070 Tübingen
Email: graphische.sammlung@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2977058/ -2972382, Fax: 07071-295304
Besichtigung nach Vereinbarun

Illustration einer alten Karte

Die Geografische Kartensammlung der Universität Tübingen ist sowohl eine historische Sammlung als auch eine Lehrsammlung. Die Bestände reichen demnach von aktuellen Kartensätzen weltweit bis zu historischen Raritäten des 19. Jahrhunderts.
Ein Teil der Sammlung konnte komplett aus Stuttgart übernommen werden. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt im Raum Süddeutschland. Anhand von altem Kartenmaterial kann die kulturelle, industrielle und ökologische Entwicklung einer Landschaft nachvollzogen werden. Historische Karten dokumentieren auflerdem den jeweiligen Stand der Wissenschaft der Landvermessung.

Fachbereich Geowissenschaften
Dr. Joachim Eberle
Rümelinstraße 19-23, 72070 Tübingen
E-mail: joachim.eberle@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2973943
Besichtigung nach Vereinbarung
Internetauftritt

Bild eines alten Studiensaales

Seit 1897 dient die Graphische Sammlung am Kunsthistorischen Institut als Lehr- und Kunstsammlung der praxisorientierten Ausbildung von Studierenden und steht auch der kunstinteressierten öffentlichkeit zur Verfügung. Besucher können sich – nach Absprache – Originale im Studiensaal vorlegen lassen. Während des Semesters sind dort auch kleine thematische Ausstellungen zu sehen.
Der Bestand umfasst Kunst auf Papier seit der Zeit um 1500 bis heute sowie wichtige private Stiftungen: die Sammlung Max Kade (New York), die Sammlung Rieth mit Künstlerselbstbildnissen, die Sammlung Heide und Wolfgang Völter (Tübingen), die Stiftung der Druckgraphik des „Sprayers von Zürich“, Harald Naegeli, und Stiftungen der Tübinger Kunsthistorischen Gesellschaft e.V. zur Gegenwartskunst.

Dr. Anette Michels
Wilhelmstraße 32, 72074 Tübingen
E-mail: graphische.sammlung@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2977058
Öffnungszeiten während des Semesters:
Mi, 11 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Illustration von Herbarbelegen

Das Herbarium Tubingense (TUB) umfasst etwa 500 000 Pflanzen- und Pilzbelege aus verschiedenen Regionen der Welt. Unter diesen Pflanzensammlungen befindet sich umfangreiches Typusmaterial, das heiflt Material zur Erstbeschreibung von Pflanzenbelegen. Das Sammeln und Archivieren von Pflanzen und Pilzen hat in Tübingen eine über 200-jährige Geschichte. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts existierte eine botanische Sammlung im Schloss Hohentübingen. 1837 gründete Professor Hugo von Mohl das Herbarium Tubingense. Seit 1968/69 befindet sich das Herbarium Tubingense im Botanischen Institut auf der Morgenstelle.

Institut für Evolution und ökologie
Lehrstuhl für Evolutionäre ökologie der Pflanzen
Cornelia Dilger-Endrulat (Betreuung der Sammlung)
Auf der Morgenstelle 1, 72076 Tübingen
E-Mail: herbarium@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2976943, Fax: 07071-295344
Die Sammlungen können zu Forschungszwecken auf Anfrage besichtigt werden.
Internetauftritt

Landesmusikarchiv

Das Schwäbische Landesmusikarchiv (LMA) am Musikwissenschaftlichen Institut umfasst mit etwa dreißig geschlossenen Beständen aus Kirchengemeinden und ehemaligen Klöstern des heutigen Württembergs und Oberschwabens einen bedeutenden Schatz historischer Musikalien aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Werke von mehreren hundert Komponisten sind hier zu finden, darunter von Vertretern der Oberschwäbischen Klostermusik. Die Sammlung spiegelt als Ganzes ein geschlossenes Bild des schwäbischen und süddeutschen Musikerbes der Zeit und bietet im Einzelnen noch zahlreiche Entdeckungen, darunter mehrere Jahrgänge Kantaten von Georg Eberhard Duntz (gest. 1775), der in Stuttgart als Kapellknabe, Geiger und Kammermusiker wirkte, sowie Messkompositionen des Mannheimer Hofcellisten Anton Filz (gest. 1760).

Musikwissenschaftliches Institut
Schulberg 2, 72070 Tübingen
Dr. Christina Richter-Ibáñez
christina.richter-ibanez@uni-tuebingen.de
07071-2974207
Während des Semesters in regelmäßigen Abständen geöffnet, s. Aushang im Institut sowie auf der Homepage des Instituts; Gruppenführungen nach Vereinbarung

verschiedene mathematische Modelle

Etwa 250 mathematische (geometrische) Modelle, meist aus Gips, sind in dieser Sammlung vereint. Auch Fadenmodelle und Modelle aus Pappe oder Draht gehören zum Bestand. Die meisten davon stammen aus der Zeit von etwa 1870 bis 1890. Die Sammlung wurde zu einem erheblichen Teil von Alexander Brill (1842-1935) aufgebaut, der von 1884 bis 1918 Ordinarius für Mathematik in Tübingen war.
Zur Sammlung gehört ein Buch-Unikat mit Veröffentlichungen zu mathematisch besonders interessanten Modellen und mit historischen Katalogen von Modellverlagen. Ein Groflteil der Modelle ist in einem Glasschrank im Mathematischen Institut ausgestellt.

Mathematisches Institut
Dr. Lars Schneider
Auf der Morgenstelle 10, 72076 Tübingen
Email: lars.schneider@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972421, Fax: 07071-294033
Öffnungszeiten wie Hörsaalgebäude Morgenstelle

Illustration eines mathematischen Instruments

Das Mathematische Institut besitzt eine Sammlung aus Geräten und Instrumenten des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die für praktische übungen in Geodäsie, Darstellender Geometrie und für graphische sowie numerische Methoden eingesetzt wurden. Hierbei handelt es sich unter anderem um Theodolithen, Mess-Stangen, spezielle Zeichengeräte, Integrimeter und mechanische Rechenmaschinen. Bis etwa 1960 waren praktische übungen in Geodäsie – auch im Gelände – und Darstellender Geometrie für das Lehramt mit Hauptfach Mathematik im Studienplan verbindlich vorgesehen.

Mathematisches Institut
Dr. Lars Schneider
Auf der Morgenstelle 10, 72076 Tübingen
Email: lars.schneider@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-294322
derzeit keine Besichtigung möglich

Die Sammlung des MedizinTechnischen Servicezentrums beherbergt verschiedene historische Apparaturen, die in den 1950er und 1960er Jahren im Universitätsklinikum zum Einsatz kamen. Der Schwerpunkt liegt auf Laborgeräten, EKG-Schreibern, Defibrillatoren, Blutzuckermessgeräte sowie Geräten aus der Infusionstechnik.

Hörsaalzentrum
Dipl.-Ing. Roland Häußel
Otfried-Müller-Straße 4, 72076 Tübingen
Email: roland.haeussel@med.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2984150
Besichtigung nach Vereinbarung

Illustration eines Minerals

Die Mineralogische Sammlung präsentiert wichtige Mineralien, Erze sowie Edelsteine aus aller Welt und erläutert deren Bedeutung für das Verständnis des Systems Erde und für unser Leben.
Im Ausstellungsraum hinter dem Lothar-Meyer-Bau werden in über 40 Vitrinen unter anderem folgende Themen vorgestellt: Die Vielfalt der Mineralien, Erze und deren Lagerstätten, Angewandte Mineralogie, Fluoreszenz, Mineraleigenschaften, Schmuck- und Edelsteine, Mineralstoffe und „Mineralwasser“ sowie Mineralien des täglichen Lebens.
Bedeutende und seltene Meteoriten – überwiegend aus dem 19. Jahrhundert – verleihen der Sammlung einen großen historischen Wert und internationales Ansehen.

Dr. Udo Neumann
Wilhelmstraße 56, 72074 Tübingen
Email: udo.neumann@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972600
Öffnungszeiten: Mittwochs und jeden letzten Sonntag im Monat, 15 bis 17 Uhr

Abformung einer erkrankten Hand

Die heutige Universitäts-Hautklinik in Tübingen beherbergt eine historische Moulagensammlung. Die Technik der Moulagenherstellung und ihre Verwendung in der Lehre gehen ins 19. Jahrhundert zurück. Dabei handelt es sich um Wachsnachbildungen von erkrankten oder fehlgebildeten menschlichen Haut- und Geschlechtsteilen, die oft wirklichen Patienten naturgetreu nachempfunden wurden. Zu sehen ist die Sammlung im Gebäude der Hautklinik zu den Öffnungszeiten der Klinik.

Universitäts-Hautklinik
Prof. Dr. Martin Röcken, PD Dr. Anke Strölin
Liebermeisterstr. 25
Email: martin.roecken@med.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2984574, Fax: 07071-295450
Mo bis So, 8–20:30 Uhr

Illustration eine antiken Goldmünze

Der Begründer der schwäbischen Volkskunde Ernst Meier (1813–1866), Tübinger Professor für orientalische Sprachen, sammelte arabische Münzen, die nach seinem Tod von der Universität aufgekauft wurden. Durch den Erwerb der Sammlung Stephen Album 1988, die Gründung der Forschungsstelle für Islamische Numismatik und nachfolgenden Schenkungen wurde aus diesem Grundstock eine der vier weltweit größten und wichtigsten Sammlungen islamischer Münzen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.
über 75 000 Prägungen aus dem Raum von Spanien bis Afghanistan bieten ein Archiv der Herrschafts-, Religions- und Wirtschaftsgeschichte. Gemeinsam mit der Münzsammlung der Klassischen Archäologie (s. S. 17) bildet die Münzsammlung der Universität Tübingen die beste und umfangreichste Universitätsmünzsammlung in Deutschland.

Orientalisches Seminar, Forschungsstelle für islamische Numismatik
Dr. Lutz Ilisch
Wilhelmstraße 26, 72074 Tübingen
Email: lutz.ilisch@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2975208, Fax: 07071-295387
Besichtigung nach Vereinbarung
Internetauftritt

Abbildung einer antiken Silbermünze

Die Münzsammlung, deren Wurzeln ins Jahr 1798 zurückreichen, zählt heute mit gut 20 000 Objekten zu den größten und bedeutendsten Universitätssammlungen ihrer Art in Deutschland. Den Schwerpunkt bilden etwa 8000 antike griechische und 6000 römische Münzen, hinzu kommen 2000 mittelalterliche und neuzeitliche Münzen sowie 3000 Medaillen.
Besonders schöne Stücke sind eine Silbermünze der Siedlung Kaulonia (Bild) in Unteritalien oder die berühmte Tetradrachme aus Athen aus der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. (Münzsammlung der Islamischen Numismatik siehe Seite 56).

Schloss Hohentübingen
Dr. Stefan Krmnicek
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Email: stefan.krmnicek@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2974369, Fax: 07071-29 5778
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr, Do bis 19 Uhr
Internetauftritt

Abbildung eines Musikinstrumentes

Dem Musikwissenschaftlichen Institut wurde 1999 von Dr. h.c. Karl Ventzke (1933–2005) eine Sammlung historischer Blasinstrumente gestiftet. Im Mai 2000 eröffnet und beständig erweitert, umfasst sie etwa 200 Instrumente. Damit verfügt das Institut über eine der bedeutendsten Instrumentensammlungen deutscher Universitäten. Schwerpunkte sind die Blasinstrumente des Symphonie-Orchesters Ende des 19. Jahrhunderts, die Entwicklung der Querflöte von 1800–1925, „Fagott“ und „Basson“ von Savary (1824) bis Heckel (etwa 1910), Oboen, Klarinetten, Saxophone, Hörner, Trompeten, Posaunen. Die Sammlung dokumentiert die stürmische technische Entwicklung im Instrumentenbau des 19. Jahrhunderts. Sie wartet mit spektakulären Exponaten wie dem frühen Heckelphon Nr. 18, einem Tarogato, einem „Stuttgarter Fagott“ oder einer Alt- Querflöte aus Theobald Boehms eigener Werkstatt auf.

Musikwissenschaftliches Institut
Dr. Inga Behrendt
Schulberg 2, 72070 Tübingen
Email: inga.behrendt@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2974021
Besichtigung nach Vereinbarung

Statue

Die Sammlung antiker Originale, deren Anfänge bis ins Jahr 1798 zurückreichen, umfasst heute etwa 10 000 Objekte aus dem Mittelmeerraum. Den größten Teil bilden Tongefäße, Kleinbronzen und Terrakotten vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. Die meisten Stücke entstammen bürgerlichen Sammlungen, daneben vermehrten institutseigene Grabungen den Bestand. Berühmtestes Stück ist der sogenannte Tübinger Waffenläufer (Bild), die Bronzestatuette eines Kriegers in Startposition, die um 490/80 v. Chr. entstanden ist.

Schloss Hohentübingen
Dr. des. Kathrin Barbara Zimmer
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Email: kathrin-barbara.zimmer@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972379, Fax: 07071-29 5778
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr, Do bis 19 Uhr

Illustration von Schädeln

Die Sammlung ist in erster Linie als Forschungssammlung aufgebaut, wird jedoch auch als Lehrsammlung genutzt. Sie umfasst neben einer umfangreichen Sammlung menschlicher Fossilabgüsse auch die Skelettreste von rund 10 000 Individuen vom Paläolithikum bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, vorwiegend aus Baden-Württemberg. Zu den seltenen Stücken gehören Fundstücke aus der Steinzeit wie zum Beispiel das Schädelnest aus dem Hohlenstein-Stadel, der Ausguss einer Pestleiche aus der Zeit zwischen 1275 und 1550 vom Innenraum der Kirche St. Dionysius in Esslingen und eine Sammlung ägyptischer Mumien. Eine kleine Ausstellung von Exponaten aus Bereichen der Anatomie und krankheitsbedingter Veränderungen an Knochen dient der Ausbildung von Studenten. Aktuell werden die Bestände der Sammlung mit Hilfe von 3-DScannern und CT-Scans digitalisiert.

Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie / Arbeitsbereich Paläoanthropologie
Michael Francken M.A.
Rümelinstraße 23, 72070 Tübingen
Email: michael.francken@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2976514
Besichtigung nach Vereinbarung

Illustration eines Fossils

Die Paläontologische Sammlung der Universität Tübingen entstand im frühen 18. Jahrhundert als Forschungs- und Lehrsammlung. Bis heute ist es das vorrangige Ziel, der internationalen Wissenschaft Zugang zu oft einmaligem Material zu gewähren. Darüber hinaus fühlt sich die Paläontologische Sammlung der Lehre verpflichtet, um den Studierenden den Umgang mit Fossil-funden näher zu bringen. Sie bietet nicht zuletzt auch den Fundus für zahlreiche wissenschaftliche Studienarbeiten.
Um die erdgeschichtliche Vergangenheit einer breiten öffentlichkeit zu vermitteln, sind herausragende, teils einmalige Funde im Museum frei zugänglich präsentiert.

Institut für Geowissenschaften
Dr. Philipe Havlik
Sigwartstraße 10, 72076 Tübingen
Email: palmus@ifg.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2977378
Mo bis Fr 9.00 bis 17.00, Führungen nach Vereinbarung
Internetauftritt

Illustration eines alten Instruments

Das Physikalische Institut der Tübinger Universität verfügt über eine umfangreiche Lehrsammlung historischer Apparate und Geräte, wie zum Beispiel Messgeräte, Polarisationsapparate oder Beugungsgitter. Darunter befindet sich auch ein elektrostatischer Potentialmultiplikator nach Albert Einstein (1879– 1955) aus dem Jahr 1910, der durch den damaligen Tübinger Institutsdirektor Fritz Paschen um 1920 erworben worden ist. Die Sammlung wird durch einen Briefwechsel zwischen dem Juristen und Altgermanisten Felix Genzmer (1878–1959) und dem Physiker Albert Einstein sowie durch eine kuriose Blechkatze mit angehängtem Miniaturfahrrad ergänzt. Dieses sogenannte „soziale Objekt“ fand in einem studentischen Examensritual Verwendung und spielte als solches bei der „Integration von Expertenteams“ bis in die frühen 1980er Jahre eine Rolle.

Physikalisches Institut
Dr. Günter Lang
Auf der Morgenstelle 14, 72076 Tübingen
Email: guenter.lang@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972426
Besichtigung nach Vereinbarung

verschiedenfarbige Präparate

Die Präparatesammlung des ehemaligen Tübinger Physiologisch- chemischen Instituts befindet sich am heutigen „Interfakultären Institut für Biochemie der Universität Tübingen“. Das Institut war zwischen 1885 und 1965 in der Gmelinstraße untergebracht. Die Objekte der Sammlung stammen zum Teil bereits aus der Zeit vor 1885, als sich das Physiologisch-chemische Labor noch im Schloss Hohentübingen befand.
Zur Sammlung gehört beispielsweise ein original beschriftetes und verkorktes Reagenzglas des Mediziners und Physiologen Friedrich Miescher (1844–1895), des Entdeckers der DNA, das Nuclein-Pulver aus Lachs-DNA enthält und um 1869/70 angefertigt worden ist.

Interfakultäres Institut für Biochemie
Dr. Klaus Möschel
Hoppe-Seyler-Straße 4, 72076 Tübingen
Email: klaus.moeschel@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2973341

Die Professorengalerie umfasst über 300 Porträts ehemaliger Professoren, Rektoren und anderer Funktionsträger der Universität Tübingen seit 1578 bis zur Gegenwart. Aufgrund der zeitlichen Geschlossenheit und ihres wissenschaftshistorischen Wertes steht die Sammlung unter Landesdenkmalschutz. Die Professorengalerie ist dezentral in verschiedenen Gebäuden der Universität untergebracht. Größere Teile werden in den Senatsräumen der Neuen Aula und in den Fürstenzimmern im Schloss Hohentübingen präsentiert.

Dr. Anette Michels
Wilhelmstraße 32, 72074 Tübingen, Postadresse: Bursagasse 1, 72070 Tübingen
Email: graphische.sammlung@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2977058/ -2382, Fax: 07071-295304
Besichtigung nach Vereinbarung
Internetauftritt

Waage

Die menschliche Wahrnehmung zeigt sich immer wieder als besonders trügerisch. Dass die Perzeption von Dingen aus der Welt in den Fokus der Experimentalpsychologie rückt, liegt daher auf der Hand. Denn mit Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten erfährt der Mensch Informationen, die kognitiv weiterverarbeitet werden und KopfSachen entstehen lassen. In der neuen Dauerausstellung -Mind|Things - Kopf|Sacheì werden historische Geräte und Tests aus der Psychologischen Sammlung präsentiert, die zuvor noch niemals öffentlich ausgestellt waren: Intelligenz- und Kompetenztests, optische Täuschungen, haptische Phänomene, die feinmechanische Arbeit und die nationalsozialistische Geschichte des Fachbereichs werden anschaulich erklärt. Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich. Eintritt frei.

Prof. Dr. Rolf Ulrich (Geschäftsführender Direktor), Stefan Ellsässer
Schleichstraße 4, 72076 Tübingen
Email: stefan.ellsaesser@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972980
Mo bis Fr 9-18:30 Uhr
Internetauftritt

Illustration einer Elfenbeinfigur

Die Lehrsammlung der Abteilung ältere Urgeschichte und Quartärökologie des Instituts für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters geht zum Teil auf Entdeckungen zurück, die Robert Rudolf Schmidt Anfang des 20. Jahrhunderts in den Höhlen der Schwäbischen Alb machte. Einen Schwerpunkt der Sammlungen bilden Funde aus Südwestdeutschland, aber auch aus Afrika, zum Beispiel im Zusammenhang mit den sogenannten Kohl-Larsen-Expeditionen. Von besonderer Bedeutung sind die 1931 von Gustav Riek in der Vogelherdhöhle bei Heidenheim entdeckten Elfenbeinfiguren der Epoche des Aurignacien. Sie gehören mit ihrem Alter bis zu 40 000 Jahren zu den weltweit ältesten bekannten Kunstwerken.

Schloss Hohentübingen
Prof. Dr. Harald Floss
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Email: harald.floss@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-298916, Fax: 07071-295714
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr, Do bis 19 Uhr

Figur aus alten Telefonen

Das Archiv der Alltagskulturen umfasst verschiedene Sammlungen des Instituts seit den 1930er Jahren. Dazu gehören Gebrauchsgegenstände des regionalen Alltags, politische Abzeichen, Bücher und Massenpresse, Kleidung, Masken und Wandschmuck, Ansichtskarten und Reklamebilder, Spielzeug und Filme, Fotos und Alben, autobiographische Texte und Akten zur Fachgeschichte. Hinzu kommen die Sammlungen des Fotoarchivs, der Diathek, des Zeitungs- und des Erzählarchivs sowie das Archiv der ehemaligen Ausstellungs- und Studienprojekte.
Seit dem Ende der 1960er Jahre wurde der Sammelkanon der traditionellen Volkskunde (Brauchrequisiten, Hausmodelle, Trachten, Hafnerware) gezielt durch Produkte der Massenkultur ergänzt. Das Archiv dient der Lehre und Forschung, es verleiht Objekte an Ausstellungen und steht externen BenutzerInnen offen.

Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft Schloss Hohentübingen
Dr. Gesa Ingendahl
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Email: gesa.ingendahl@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2975310, Fax: 07071-295330
Besichtigung nach Vereinbarung

Figur aus alten Telefonen

Diese verstörende Sammlung, die 1941/42 unter Hans Fleischhacker entstand, besteht zu einem Großteil aus Hand-, Fuß- und Fingerabdrücken überwiegend jüdischer Insassen des Ghetto Litzmannstadt (Łódź). Der Rassenbiologe Fleischhacker wollte anhand dieser Bestände vermeintliche morphologische Unterschiede zwischen den Handflächen von Juden und Nichtjuden belegen. Es ist die einzige Sammlung ihrer Art und ermöglicht uns heute Einblicke in ein erschreckendes Kapitel der Wissenschaft in der NS-Zeit.


Dr. Henning Tümmers
Goethestraße 6, Raum 04, 72076 Tübingen
Email: henning.tuemmers@medizin.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071 2975216
Besichtigung nach Vereinbarung



Die Lehrsammlung des Instituts wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegt. Sie geht auf Robert Rudolf Schmidt, den damaligen Leiter des Urgeschichtlichen Forschungsinstituts zurück.
Bei der Auswahl der Sammlungsobjekte war die Ausbildung der Studierenden das wichtigste Kriterium. Daneben beherbergt die Sammlung auch einige Komplexe von überregionaler kulturgeschichtlicher Bedeutung. Sie werden in der Schausammlung gezeigt und unter forschungsgeschichtlichen Aspekten erläutert. Dabei handelt es sich vor allem um die Funde aus Ausgrabungen der jungsteinzeitlichen und spätbronzezeitlichen Feuchtbodensiedlungen am Federsee sowie den eisenzeitlichen befestigten Siedlungen Heuneburg an der oberen Donau und Heidengraben bei Grabenstetten auf der Schwäbischen Alb.

Schloss Hohentübingen
Dr. Jörg Petrasch
Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Email: joerg.petrasch@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2975456, Fax: 07071-295269
Mi bis So, 10 bis 17 Uhr, Do bis 19 Uhr
Internetauftritt

Altes Fakultätssiegel

Das Universitätsarchiv verwahrt nicht nur archivalische Zeugnisse der Tübinger Universitätsgeschichte. Es besitzt auch ergänzende Sammlungen ganz unterschiedlicher Art wie Flugblätter der 1968er Studentenbewegung oder Studentica (Graphik, Silhouetten, Pfeifenköpfe, Bänder, Mützen) des 19. Jahrhunderts. Dabei reicht das Spektrum musealer Objekte von der frühneuzeitlichen Geldtruhe bis zur Eisernen Lunge aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Zu den Stücken von besonderem Rang zählen die Gründungsurkunden der Universität Tübingen aus dem Jahr 1477 und die Typare (Siegelstempel) der alten Universitäts- und Fakultätssiegel.

Universitätsbibliothek
Dr. Regina Keyler
Wilhelmstraße 32, 72074 Tübingen
Email: uat@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972582, Fax: 07071-2973635
Besichtigung nach Vereinbarung
Internetauftritt

altes Schriftstück

Die Universitätsbibliothek erwirbt seit ihrer Gründung im ausgehenden 15. Jahrhundert Literatur aus allen Fachgebieten und hat heute einen Bestand von etwa vier Millionen Bänden.
Von großem wissenschaftlichen und kulturellen Wert sind die historischen Bestände wie Originalhandschriften aus Indien und dem Vorderen Orient, etwa 350 abendländische Manuskripte aus dem Mittelalter und 3000 aus der Neuzeit, 2200 Frühdrucke (Inkunabeln) und fast 12 000 Drucke aus dem 16. Jahrhundert.
Die Sammlungen von botanischen und zoologischen Tafelwerken sowie von Werken mit historischen Karten und Städteansichten sind ebenso bemerkenswert wie die umfangreiche Porträtsammlung. Rara Sammlungen der Universitätsbibliothek

Universitätsbibliothek
Dr. Wilfried Lagler
Wilhelmstraße 32, 72074 Tübingen
Email: wilfried.lagler@ub.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071 29-72834
Mo bis Fr 9-18 Uhr
Internetauftritt

Illustration eines Gemäldes

Bonatzbau
Dr. Anette Michels
Wilhelmstraße 32, 72074 Tübingen, Postadresse: Bursagasse 1, 72070 Tübingen
Email: graphische.sammlung@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2977058/ -2382, Fax: 07071-295304
Besichtigung nach Vereinbarung



Die Sammlung Schmalzriedt umfasst 95 turkmenische Teppiche aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Teppiche stammen von den Turkmenenstämmen der Yomud und Tekke und beinhalten unter anderem Taschen, Pferdedecken, Zelteingänge und lange Zeltbordüren.
Von besonderem Interesse sind die Gewebe aufgrund ihrer Ornamentik, anhand derer sich die einzelnen Stücke jeweils regional und historisch sehr genau verorten lassen. Die Privatsammlung von Prof. Dr. Egidius Schmalzriedt wurde der Universität im Jahr 2010 aus seinem Nachlass gestiftet.

Depot MUT
Dr. Lutz Ilisch
Wilhelmstraße 26, 72074 Tübingen
Email: lutz.ilischuni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2975208, Fax: 07071-295387
derzeit keine Besichtigung möglich

UFK Tübingen
Dr. Ellen Katz
Calwerstraße 7, 72076 Tübingen
Email: ellen.katz@med.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2980112
Besichtigung nach Vereinbarung

Silberstatue

Der Silberschatz umfasst Tafelaufsätze, Prunkbecher, die Rektorkette und zwei Szepter der Rektoren aus spätmittelalterlicher Zeit sowie den Rektoratsstab aus dem Jahr 1812. Die Objekte stellen bedeutende Zeugnisse der Repräsentationspraxis der Universität Tübingen dar.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden zusätzliche Stücke aus Anlass von Jubiläen durch die herzogliche Familie, begüterte private Gönner oder auch ehemalige Studierende gestiftet. Dazu gehört auch ein Deckelpokal der Gräfin von der Linden, einer Tante der ersten Studentin der Tübinger Universität (1915). Die früheste Nachricht über Stiftungen findet sich in Archivalien aus dem Jahre 1550.

Neue Aula
Dr. Anette Michels
Geschwister-Scholl Platz, 72074 Tübingen
Email: anette.michels@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2977058
keine Besichtigung möglich

aufgereihte Zähne des Menschen

Die umfangreiche Sammlung des Zentrums für Zahn-, Mundund Kieferheilkunde (ZZMK) ist im Erdgeschoss des Klinikgebäudes in einem etwa 16 qm großen Raum untergebracht. Sie enthält diverses zahnmedizinisches und zahntechnisches Instrumentarium, darunter Exponate aus den Gebieten der Chirurgie, der Zahnerhaltung, der Prothetik und der Röntgenologie. Das Alter der Exponate geht bis ins 16. Jahrhundert zurück.
Als ausgesprochene Rarität ist ein Instrumentenkasten für Zahnextraktionen aus dem Besitz des Rottweiler Baders „Dr. Grausam“ aus dem 18. Jahrhundert zu werten. Zangen und Zahnschlüssel, die zum „Aushebeln“ von Schmerzen zum Einsatz kamen, verursachten meist erst einmal die selben. Um gezogene Zähne zu ersetzen, wurden teilweise die eigenen Zähne, oder wie oben abgebildet, Keramikzähne als Zahnersatz eingearbeitet.

Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZZMK)
Andreas Prutscher (zuständiger Kurator)
Osianderstraße 2-8, 72076 Tübingen
Email: andreas.prutscher@med.uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2986185, Fax: 07071-295917
keine Besichtigung möglich
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Skelett eines Wals

Der größte Teil der Sammlung wird auf der Morgenstelle, eine kleinere Schausammlung in der Sigwartstraße verwahrt. Letztere ist der öffentlichkeit zugänglich. Im Obergeschoss befindet sich eine umfangreiche Präsentation sämtlicher Wirbeltiere und Insektengruppen Mitteleuropas, das Erdgeschoss widmet sich exotischen Tieren aus Afrika, Asien, Australien und Amerika. Die ältesten Präparate im Alter von rund 160 Jahren stammen zum Teil von Schenkungen des württembergischen Königshauses. Viele der ausgestellten Tiere sind in Deutschland mittlerweile ausgestorben oder vom Aussterben bedroht.
Eine Besonderheit stellt auch die Sammlung von 32 gläsernen Lehrmodellen mariner Wirbelloser der Glasbläser Leopold (1822–1895) und Rudolph Blaschka (1857–1939) dar, von deren Arbeiten in Deutschland insgesamt nur noch gut 100 Exemplare existieren.

Institut für Evolution und ökologie, Lehrstuhl für Vergleichende Zoologie
Dr. Erich Weber
Sigwartstraße 3, 72076 Tübingen
Email: erich.weber@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071-2972668, Fax: 07071-294636
Mi und Do von 9-12 und 13-16 Uhr
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