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AUSSTELLUNGEN |
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2009
KörperWissen. Erkenntnis zwischen Eros und Ekel
Das Jahresthema des MUT widmet sich 2009 dem "Körper" in seinen vielfältigen "Wissens-Formen". Seit dem 30. Oktober ist die Ausstellung eröffnet. Jetzt verlängert bis Ende Februar!
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2008
Das Mammut vom Vogelherd. Tübinger Funde der ältesten erhaltenen Kunstwerke
Eine Ausstellung des Museums der Universität Tübingen MUT und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte
12. bis 21. Dezember 2008 im Museum Schloss Hohentübingen
Das berühmte Mammut vom Vogelherd und andere Tübinger Funde der ältesten erhaltenen Kunstwerke sind vom 12. bis 21. Dezember in einer Ausstellung des Museums der Universität Tübingen MUT und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen im Museum Schloss Hohentübingen zu sehen.
Es ist 7,5 Gramm leicht, 3,7 Zentimeter klein, aber eine Sensation, denn es ist das älteste vollständig erhaltene Kunstwerk der Menschheit: Das Mammut vom Vogelherd. Die Skulptur wurde 2006 von Archäologen der Tübinger Ur- und Frühgeschichte gefunden, machte nach seiner erstmaligen Publikation weltweit Furore und ist nun in der Vorweihnachtszeit auch für die Öffentlichkeit im Museum Schloss Hohentübingen zu sehen.
Vier weitere Funde aus Elfenbein, die ebenfalls etwa 35 000 Jahre alt sind, wurden 2006 in der Vogelherdhöhle auf der Schwäbischen Alb ausgegraben. Die spektakulären Kunstwerke aus der Eiszeit sind Spitzenstücke figürlicher Kunst. Bereits 1931 entdeckte der Tübinger Archäologe Gustav Riek die Höhle in Süddeutschland, deren Funde mit Hilfe moderner Technik in das Zeitalter des Aurignacien zu datieren sind. Das Aurignacien gilt als eine vorgeschichtliche Kulturstufe, in der erstmals der anatomisch moderne Mensch in Europa auftrat. Die ebenfalls neu entdeckte Löwenfigur ist 5,6 cm lang, hat einen langgezogenen Körper sowie einen nach vorne gereckten Hals und ist entlang der Rückenlinie mit etwa 30 fein eingeritzten Kreuzen verziert. Die weiteren Stücke sind zwar konzentrisch gebrochen, lassen jedoch durch die anmutige Gestalt und die dynamischen Schwünge der Figuren Schlüsse auf ihren kulturellen Kontext zu. Die neuen Funde demonstrieren die glänzende Kunstfertigkeit der eiszeitlichen Bewohner der Schwäbischen Alb und bekräftigen die Beobachtung, dass die älteste figürliche Kunst sowie die älteste Musik hoch entwickelt und von ausgeprägt ästhetischem Anspruch getragen war. Die Grabungen der Tübinger Forscher um Prof. Nicholas J. Conard werden bis 2009 fortgesetzt, haben aber bereits jetzt alle Erwartungen übertroffen.
Die Ausstellung "Das Mammut vom Vogelherd" des Museums der Universität Tübingen MUT und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen ist vom 12. bis zum 21. Dezember, täglich von 10 bis 18 Uhr, im Museum Schloss Hohentübingen geöffnet.
Für Nachfragen:
PD Dr. Ernst Seidl
Leiter des Museums der Universität Tübingen MUT
Tel: 07071-29 74 134
E-Mail: e.seidl@uni-tuebingen.de
Die Ausstellung wurde unterstützt durch:
Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e. V., Heidenheim an der Brenz Stadt Tübingen - Wirtschaftsförderung Tübingen WIT Stiftungen Landesbank Baden-Württemberg LBBW, Stuttgart Urgeschichtliches Museum, Blaubeuren Verein der Freunde des Museums Schloss Hohentübingen e. V.
Vereinigung der Freunde der Universität Tübingen (Universitätsbund) e. V.
Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg
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2008
Wortschatz. Vom Sammeln und Finden der Wörter
Stadtmuseum Tübingen
12.04.08-06.07.08
Worte werden, so unwahrscheinlich es zunächst klingen mag, gesammelt. Dies geschieht nicht allein in der Dudenredaktion, sondern an vielen, oft kaum vermuteten Orten. Der „Wortschatz“ zeigt, wie das Wissen um die Wörter geschaffen, gespeichert und vermittelt wird.
Mit einem Schwerpunkt auf Tübingen und Südwestdeutschland präsentiert die Ausstellung Beispiele von privaten wie institutionalisierten Wörtersammlern. Viele auch heute noch gültige Vorhaben nahmen hier ihren Anfang.
Die Ausstellung konzentriert sich auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts: Eine Zeit, in der das Wissen der Welt gesammelt und neu vermessen wurde, eine Zeit, in der aber auch die Faszination für sprachliche Vielfalt und Differenz mit dem Wunsch nach Normierung weiterer Lebensbereiche einher ging. Zugleich widmet sich die Ausstellung der Materialität der Wortsammlungen und führt in die besondere Poesie der „Zettelwirtschaften“ ein.
„Wortschatz“ ist nicht allein eine historische Ausstellung: Sie gibt Ausblicke auf gegenwärtige Wörtersammlungen, sowohl des Alltags als auch der Wissenschaft und der Kunst. Wie die meisten Wortbewegungen in der Moderne lassen diese neben der Notwendigkeit einheitlicher Nomenklaturen und vereinfachter Kommunikation oft auch das Interesse für das Verschwindende erkennen.
Es werden faszinierende und nur selten ausgestellte Objekte präsentiert: Zettelkästen und Karten, Fragebögen und Wörterbücher, Etiketten und Einkaufszettel, Wortspiele, Liebesbriefchen und Spickzettel, kurz: private und öffentliche Aufschreibesysteme. Mehr zum Stadtmuseum Tübingen |
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2007
auf/zu. Der Schrank in den Wissenschaften
Eine Ausstellung des Museums der Universität, in Zusammenarbeit mit der Graphischen Sammlung am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen
24.10.07-15.2.08
Schränke sind Alltagsmöbel, die jeder kennt, auf die jeder angewiesen ist. Sie sichern Gegenstände und bewahren vor dem Chaos. Mit ihrer Aufteilung im Innern geben sie eine Ordnung vor und bestimmen, was hinein gerät und was draußen bleibt. Aber Schränke können auch um den Verstand bringen. Nie passt alles in sie hinein, sie sind immer schon zu klein und manchmal scheint es, als würde ihre innere Ordnung den ganzen restlichen Raum überwuchern.
Dass auch in Schränken der Wissenschaft mehr steckt als ein dienender Aufbewahrungsort ist das Thema der Ausstellung „auf/zu. Der Schrank in den Wissenschaften“. Sie dokumentiert eine Vielzahl von Schränken der Universität mit ihren besonderen Eigenschaften: Schauvitrinen und Hängeregistraturen, Kühlschränke, Aktenablagen und Kartenbehälter. Der Schrank wird in den Kontext seiner Geschichte und seines täglichen Gebrauchs gestellt und so gezeigt, dass er eine eigene Ästhetik besitzt und mit rituellen Praktiken und sozialen Hierarchien verbunden ist.
Zwei Perspektiven bestimmen die Präsentation: Die Schränke selbst werden als dreidimensionale Objekte vorgestellt. In der Ausstellung wird eine Auswahl dieser Möbel gezeigt und ihre langen und manchmal skurrilen Wanderungen durch die Universität beschrieben. Hinzu treten die Arbeiten zweier namhafter Künstlerinnen, Simone Demandt (Baden-Baden) und Candida Höfer (Köln), die für dieses Thema begeistert werden konnten. Ihre zum Teil großformatigen Fotografien von Schranksituationen sind das Ergebnis mehrtägiger Aufenthalte an der Universität. Dabei entstanden raum- und sachbetonte Aufnahmen, die in einzigartiger und überraschender Weise den Schrank und seine Atmosphären ins Bild setzen. So treten im Ausstellungsraum eine objekt- und bildbezogene Analyse eines ungewöhnlichen Themas nebeneinander.
In der Ausstellung entsteht ein visueller Dialog zwischen Möbeln und Fotografien, historischen Fragen und zeitgenössischen Positionen der Kunst. Dabei ist der Ausstellungsort, das sogenannte „Hausmeisterhaus“, selbst ein zentrales Objekt der Wissensgehäuse-Schau: vom Keller bis zur Küche, vom Bad bis zum Dachboden dient es den präsentierten Objekten als Futteral.
Ausstellung
„Hausmeisterhaus“
Wilhelmstrasse 9, Tübingen
Öffnungszeiten: Di- So 16 bis 20 Uhr
Geschlossen: 24.-26.12.2007, 31.12.2007, 1.1.2008
Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Begleitband mit zahlreichen farbigen und schwarz-weißen Abbildungen im Akademie Verlag Berlin, 29,90 Euro; mit Texten u.a. von Bruno Latour, Markus Krajewski und Matthias Winzen.
Führungen nach Vereinbarung
Eintritt frei |
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2006
38 Dinge.Schätze aus den Natur- und kulturwissenschaftlichen Sammlungen der Universität Tübingen
Zur Vorbereitung des neuen Hauses und um das Projekt des Museums der Universität der Öffentlichkeit vorzustellen, wurde im Mai 2006 die Ausstellung "38 Dinge. Schätze aus den natur- und kulturwissenschaftlichen Sammlungen der Universität Tübingen" von Volker Harms, Gottfried Korff und Anette Michels kuratiert. |
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